Unsere „ersten“ Schritte im Freien

Unsere „ersten“ Schritte im Freien
Nach unendlicher langer Zeit haben wir uns – die weibliche E-Jugend von SVH Kassel – zum gemeinsamen Handballtraining getroffen. Bislang kannten wir ja nur Training in der Sporthalle. Da dies aber momentan wegen der noch immer anhaltenden Pandemie nicht möglich ist, hat der Trainer das Training „ins Freie“ verlegt, da auch das Wetter mitspielt und die Temperaturen dies ermöglichen. Wir waren alle sehr glücklich, als wir die Einladung erhielten.
Unser Trainer hat sich für das 1. Training nach so vielen Wochen sehr viel vorgenommen und ein umfangreiches Programm aufgestellt:
Übungen für die Stabilisation und das Gleichgewicht; verschiedene Aufgaben zur Verbesserung der Sprung- und Armkraft; Staffelspiele, bei denen Schnelligkeit und Teamgeist gefragt sind und Koordinationsübungen mit mehreren Bällen zur Schulung der Technik.
Puh, das hört sich nach viel Arbeit an. Der Trainer hat die trainingsfreie Zeit wohl genutzt, um sich neue Trainingsmethoden und ganz viel neue Übungen auszudenken. Wir kennen unseren Trainer ja schon gut und wissen, wie erfinderisch er ist. Aber heute überrascht er uns dennoch. Nach dem Aufwärmen machten wir Staffelspiele mit verschiedenen Laufübungen. Und dann war die Armkraft dran. Trainer gab uns die Anweisung, Pflastersteine, die in der Nähe aufgestapelt waren, zu bringen. Kurz kam uns der Gedanke: „Bauen wir damit eine neue Sporthalle für uns?“ Aber nein, sie dienten nur dazu, die Muskeln in unseren Armen zum Arbeiten zu bringen. Hilfreich dabei war uns auch das Geländer der Umrandung. Als nächstes war Sprungkraft dran. Also: „ab auf die Tribüne“ und los geht’s. Tribüne hoch und runter laufen, hopsen, springen. Und dann endlich kamen auch die Handbälle ins Spiel. Bei einer Übung war Koordination und Präzision gefragt, weil wir die Handbälle im Eiltempo auf Pylonen ablegen mussten. Gar nicht so einfach, es erfordert viel Konzentration und Geschicklichkeit. Da bleibt keine Zeit, um Quatsch zu machen – Langeweile? Fehlanzeige!
Dann die Erlösung, als Trainer ruft: „Trinkpause“. Wir lieben unseren Trainer, aber manchmal verfluchen wir ihn auch. Aber wir wissen ganz genau, dass er nur das Beste für uns will und uns zu tollen Handballspielerinnen ausbilden möchte. Und weil wir das auch werden wollen, bedeutet dies, alle Übungen mit Spaß, Überzeugung und höchstem Einsatz zu bewältigen. Trainer, wir sind dazu bereit!
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