Handballschule DUKETIS – Das Projekt nimmt Form an – Teil 5

Handballschule DUKETIS – Das Projekt nimmt Form an
Teil 5 – Aus Training wird ein echtes Handball-Erlebnis
Jetzt war der nächste Schritt gekommen: Ich wollte möglichst vielen Kindern die Möglichkeit geben, nicht nur aus unserem eigenen Verein, sondern auch aus anderen Vereinen, an einem intensiven und ganzheitlichen Handballtraining teilzunehmen.
Die Idee war klar: Mehrere Tage voller Handball! Doch damit wurde auch die Organisation deutlich anspruchsvoller. Immer mehr Kinder interessierten sich für dieses Angebot. Sie kamen inzwischen nicht mehr nur aus unserem Verein, sondern teilweise von weiter weg. Trainiert wurde von morgens 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr.
Am Anfang war es noch einfach gewesen: Unsere Vereinskinder gingen mittags zum Essen nach Hause und kamen anschließend wieder in die Halle. Doch jetzt funktionierte das natürlich nicht mehr. Die Kinder waren den ganzen Tag bei uns – und damit musste auch die Betreuung rund um das Training stimmen. Also wurde aus meiner Handballschule immer mehr ein kleines, professionell organisiertes Handballcamp. Neben dem Training brauchten die Kids natürlich auch vernünftige Verpflegung. Ein ausgewogenes Sportler-Mittagessen, ausreichend Getränke, Obst- und Kuchenpausen gehörten von nun an selbstverständlich dazu. Dafür waren mehrere Helferinnen und Helfer notwendig – und sogar eine eigens engagierte Köchin. Meistens wurde direkt vor Ort gekocht und das Essen anschließend frisch serviert. Und das kam bei den Kindern offensichtlich richtig gut an! Denn irgendwann fragten sie morgens beim Ankommen nicht mehr: „Was machen wir denn heute?“ Sondern: „Was gibt es heute Leckeres zu essen?“ Da hatte ich mir wohl eine echte Konkurrenz zum Handballtraining ins Haus geholt!
Einen ganz besonderen Coup konnte ich dann ebenfalls landen: Ich konnte einen ehemaligen Spieler von mir, Stephan Bracht, für die Handballschule als Sponsor gewinnen. Er betreibt noch heute seinen Bio-Laden und sorgte fortan dafür, dass täglich frisches Obst und Gemüse für die Kinder zur Verfügung stand. Damit war nicht nur für Energie, sondern auch für eine gesunde Ernährung gesorgt.
Mit der wachsenden Teilnehmerzahl kamen auch Gasttrainer hinzu, denn die Kids mussten nunmehr in alters- und leistungsgerechte Trainingsgruppen eingeteilt werden. – Damit meine Handballphilosophie durch die Gasttrainer erhalten blieb, griff ich hier auf meine ehemaligen Spieler zurück, die inzwischen selbst als Trainer tätig waren. Sie kannten mich sehr gut und wussten, worauf ich speziell Wert lege. So konnte ich sicherstellen, dass die technischen und spielerischen Schwerpunkte, die mir wichtig waren, auch von anderen Trainern entsprechend vermittelt wurden.
Wenn das Wetter es zuließ, wurden die Kinder während der Handballcamps kurzerhand ins Freibad gefahren. Dort konnten sie sich abkühlen, herumtollen und einfach einmal Kind sein. Denn auch das gehörte für mich zu einem guten Handballcamp: Training, Bewegung, Gemeinschaft – aber vor allem auch Spaß!
Mit der Zeit sprach sich immer mehr herum, dass die Handballschule DUKETIS etwas Besonderes war.
Hier ging es längst nicht mehr ausschließlich darum, einen Ball möglichst gut zu werfen oder technische Fähigkeiten zu verbessern. Die Kinder verbrachten den ganzen Tag miteinander. Sie mussten sich aufeinander einstellen, Rücksicht nehmen, gemeinsam lachen, aber natürlich auch lernen, mit unterschiedlichen Meinungen und Situationen umzugehen. Die Vermittlung von Sozialkompetenzen war für mich von Anfang an ein wichtiger Bestandteil meiner Handballschule. Fairplay, Kameradschaft und Respekt – gegenüber Erwachsenen genauso wie gegenüber den eigenen Mitspielern – standen für mich ganz oben. Und ich rede nicht nur darüber, ich lebe es vor!
Genau diese Kombination aus Handballtraining, Persönlichkeitsentwicklung, Gemeinschaft und Spaß machte die Handballschule DUKETIS zunehmend zu dem, was ich mir von Anfang an vorgestellt hatte. Sie entwickelte sich Schritt für Schritt – und vor allem in die richtige Richtung.
Natürlich wäre all das ohne die vielen Menschen, die mich dabei unterstützt haben, niemals möglich gewesen. Helferinnen und Helfer, Trainer, Betreuer, Sponsoren und viele weitere Unterstützer wurden zu einem wichtigen Teil dieser Entwicklung. Dafür bin ich bis heute dankbar.
Doch eines war klar: Das war noch lange nicht das Ende der Entwicklung. Im Gegenteil. Der nächste große Schritt zeichnete sich bereits ab … Aber welcher?
Das verrate ich Euch im nächsten Teil.
Fortsetzung folgt …
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