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Sommer-Handballschule DUKETIS: Handballcamp TEENS 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 3

Posted on 13/08/2025

Sommer-Handballcamp TEENS 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 3

Wecken um 6:30 Uhr – und siehe da: keine Morgenmuffel! Mein „Guten Morgen“ wird mit einem breiten Grinsen beantwortet. Auf meine kurze Nachfrage „Gut geschlafen?“ folgen nur „Jaaaa!“-Stimmen. Um 6:45 Uhr sind alle in der Sporthalle versammelt.

Hier wartet ein Parcours mit 10(!) Stationen, trainiert wird in Partnerarbeit. Partner A bleibt vor Ort, Partner B läuft derweil eine vorgegebene Strecke und vollzieht dabei technische Übungen. Wenn er zurück ist, wird getauscht. Mal ist Technik gefragt, mal Reaktion, mal Jonglieren mit zwei Bällen. Und ja, hin und wieder verirrt sich ein Ball in der Weite der Halle – aber das nennt man wohl „freies Spiel“.

Nach dem Frühstück gibt’s Athletiktraining mit Janka– alle sind wach, spätestens jetzt. Danach: Obelix-Gruppe zu Milan (Angriff & Wurf), Asterix-Gruppe zu mir (Stoßen, Kreuzbewegungen & Täuschungen). Die Pässe und Laufwege sind hier irgendwie noch in der „Kennenlernphase“, aber wir arbeiten daran. Mit der Zeit harmonisieren sie sogar schon – Fortschritte lassen nicht lange auf sich warten. Nach dem Gruppenwechsel steht bei mir auf dem Programm: Angriffssystem mit Dynamik, unter Stresssituationen und das Beherrschen der langen Pässe. Technikfehler? Ja. Motivation? Doppel-Ja! Diese Truppe will’s wissen – und das macht mich sehr zufrieden. So kann´s weitergehen.

Nach dem Mittagessen geht die Asterix-Gruppe ins Schwimmbad, um sich abzukühlen, während die Obelix-Gruppe mit Trainer Hermi in der Halle trainiert. Am Nachmittag steht Abwehrschulung „von der Piké auf“ auf dem Programm: stabile Grundhaltung, richtige Schrittfolge, frühzeitiges Attackieren – und das Ganze im Verbund. Davor gab es kleine Vorübungen, bei denen man mit schnellen Beinen dem Gegenspieler den Weg zum Wurf versperrt. Danach folgt die taktische Schulung: Den Gegner so unter Druck setzen, dass er genau das macht, was der Abwehrspieler will – zum Beispiel ihn durch die eigene Körperhaltung zwingen, gegen die Wurfhand zu laufen. Das sind kleine, aber wirksame Tricks.

Die Asterix-Gruppe kommt vom Schwimmen zurück und kommt zu mir zum Wurftraining vom Kreis. Die Zeit vergeht wie im Flug, und schon ist Kaffeepause – heute ganze 45 Minuten, weil unsere Halle gefühlt zur Sauna geworden ist.

In der letzten Trainingseinheit des Tages übt die Asterix-Gruppe Kreuzbewegungen im Rückraum mit dem Ziel, Bälle per Doppelblock abzufangen. Die Obelix-Gruppe absolviert taktisches Verhalten im 1-gegen-1-Spiel mit Durchbruch zum Torwurf. Hier geht es vor allem um Taktik: Der Angreifer beginnt mit einer Vorübung, der Abwehrspieler läuft im Schatten, bis der Angreifer zum Angriff ansetzt. Jetzt versucht der Abwehrspieler ihn so zu stören, dass kein Torwurf möglich ist. An dieser Stelle muss ich den Obelix-Spielern ein großes Kompliment machen: Sie geben alles, um in der Abwehr nicht schlecht auszusehen. Hurra – wir haben es geschafft, und alle leben noch!

Die Vorfreude auf heute Abend ist groß, denn alle wollen Badminton spielen. Die beiden besten Spieler der Gruppe treten gegen mich an. Die Wette steht: 80 % setzen auf mich, 20 % auf die beiden Jungs. Das setzt mich ganz schön unter Druck, motiviert aber auch. Wie das Ganze ausgeht, verrate ich Euch erst morgen.

Ach ja, fast hätte ich etwas vergessen: Ich überlege, ob wir beim nächsten Handballcamp einfach Schlafsäcke mitbringen und keine Zimmer reservieren. In den Pausen und vor dem Schlafengehen sitzen ohnehin alle im Flur, singen alte Schlager wie „Griechischer Wein“ und genießen das Beisammensein. Heute Nacht schlafen wir alle mit einem guten Gefühl ein.

Gute Nacht, liebes Tagebuch – heute habe ich gelernt, was es heißt, so eine tolle Truppe zu trainieren, die auch nach dem Training noch gerne zusammen ist.

Euer glücklicher Trainer, der seinen Schlaf mehr als verdient hat.

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