Handballschule DUKETIS: Neujahrs-Handballcamp 2026 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 1 von Iljo Duketis
Liebes Tagebuch,
da bin ich wieder! Ich wünsche Dir – und allen Eltern meiner Handballkids – ein gesundes und spannendes neues Jahr. Außerdem bedanke ich mich bei den Eltern für ihr Vertrauen. Ohne dieses, ohne unsere Sponsoren und ohne diesen berühmten Glauben an „Das wird schon!“ gäbe es die Handballschule DUKETIS nicht in dieser Form. Und ganz sicher gäbe es keine so vielen Trainingsgeräte, über die ich täglich stolpere. Danke dafür!
Kaum sind die Eltern verabschiedet, läuft auch schon das Trainingsprogramm an. Vormittags geht’s direkt zur Sache: Koordinationsreifen, Technik, Ballhandling – kurz gesagt: alles gleichzeitig. Die Kids springen, drehen, prellen, denken (manchmal) und ich schaue sehr genau hin. Dieses erste Training ist für mich wie ein Diagnosegerät: Wie viel kann ich geben, ohne dass jemand spontan umkippt? Wichtig für die Trainingsplanung – und für mein Gewissen.
Nach der Mittagspause übernimmt Janka das Kommando. Jetzt wird’s athletisch: Laufkombinationen in allen Variationen, die man sich vorstellen kann – und in ein paar, die man sich lieber nicht vorstellen möchte. Damit die Mannschaft richtig auf Betriebstemperatur kommt, bauen wir ein Staffelspiel ein. Motivation steigt, Puls auch.
Danach teile ich die Gruppe ein: Obelix und Asterix.
Die Obelix-Gruppe geht mit Janka an die Bänke. Kooperations- und Krafttraining, schwer, anstrengend, schweißtreibend – viel Armkraft, viel „Uff“ und sehr wenig Jammern (meistens).
Ich nehme mir die Asterix-Gruppe vor. Nach kurzem Aufwärmen und Torwart-Einwerfen geht’s in die individuelle Abwehrschulung 1 gegen 1. Und weil einfach nur 1 gegen 1 zu langweilig wäre, erhöhe ich die Belastung: Nach der Abwehraktion gegen den RL-Spieler sofort zurückschieben und zack – auf der anderen Seite den RR-Spieler attackieren. Das geht ordentlich auf die Substanz. Viel Körperkontakt, wenig Zeit zum Durchatmen.
Die kurze Pause nutzen wir, um Hermi zu begrüßen und neue Aufgaben zu verteilen. Daggi, – die gute Seele des Teams –, schnappt sich meine Asterix-Gruppe und geht mit ihnen ins Schwimmbad. Aber bitte nicht falsch verstehen: Das ist kein Wellnessurlaub. Da wird Volleyball im Wasser gespielt! Sprungkrafttraining, Raumaufteilung und ganz nebenbei extrem viel Spaß. Ja, das kostet Nerven – aber glückliche Kinder sind unbezahlbar.
Hermi übernimmt inzwischen die Obelix-Gruppe. Fokus: Entscheidungstraining, anschließend Wurftraining und Wurftechnik. Präzise, intensiv, laut. Sehr laut.
Nach dem Abendessen beenden wir den Tag traditionell mit einem kleinen Turnier. Heute kein Handball – heute Hockey! Und zur Abwechslung dürfen die „Obelixe“ ins Schwimmbad. Gerechtigkeit muss sein.
Unser Tag könnte locker 48 Stunden dauern, ohne dass uns langweilig wird oder wir Müdigkeit bemerken. Naja… zumindest die Kinder nicht.
Mein Tag endet nämlich noch lange nicht. Ich wandere von Zimmer zu Zimmer, wünsche allen eine gute Nacht, sortiere danach Fotos, schreibe meine Eindrücke in Dich und plane schon das morgige Training ganz detailliert nach Spielstärke der Gruppen. Und ohne meinen grünen Tee geht gar nichts – der bringt meine Gedanken wieder in eine halbwegs gerade Linie.
Es klingt nach viel Arbeit. Ist es aber nicht. Dieser Sport und diese Kinder sind mein Motor. Sie glücklich zu sehen, dafür lohnt sich jede Mühe. Sie sind unsere Zukunft – und dafür investieren wir Zeit, Energie und manchmal auch die letzten Nerven.
Oje… jetzt fange ich schon an zu philosophieren, statt endlich ins Bett zu gehen. Gute Nacht.







































































































































