Handballschule DUKETIS: Neujahrs-Handballcamp vom 09.-11.01.2026 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 3 von Iljo Duketis
Liebes Tagebuch,
heute beginnt der Tag mit einer Sensation: Kein Training vor dem Frühstück! Warum? Es ist der letzte Tag im Handballcamp. Normalerweise ist das frühe Training der natürliche Feind jedes Kindes. Müde Gesichter, halb offene Augen, Bewegungen in Zeitlupe. Doch heute ist alles anders. Warum? Weil es stattdessen heißt: Zimmer aufräumen und besenrein verlassen!
Die Reaktion: großes Gejammer, dramatisches Seufzen. Manche Kinder sind kurz davor, ihre sportliche Karriere zu beenden. Plötzlich höre ich Sätze wie: „Dann trainiere ich lieber!“ – Ein anderes Kind ruft empört aus dem Hintergrund: „Ich räume mein Zimmer nicht auf, das brauche ich zuhause auch nicht!“ So mancher steht ratlos vor einem Besen und scheint sich zu fragen, wie man ihn füttert bzw. wie man ihn streicheln muss. Zu Hause gibt’s schließlich Staubsauger. In diesem Moment wird mir klar, warum manche Eltern ihre Kinder in meine Handballcamps schicken: nicht nur für den Handball, sondern auch für die Grundausbildung „Wie räume ich mein eigenes Zimmer auf?“
Aber Spaß beiseite: Am Ende sind die Zimmer vorbildlich sauber. Unser Hausmeister lobt die Kinder sogar – pädagogischer Jackpot!
Hermi übernimmt nun das Aufwärmtraining und ihr glaubt nicht, was man mit einem einfachen Koordinationsreifen alles anstellen kann. Unzählige Partnerübungen mit Reifen und Handball, Technik- und Passübungen, bei denen der Spaßfaktor extrem hoch ist. Genau das ist wichtig: Motivation wird geweckt, Müdigkeit verschwindet wie von Zauberhand.
Für den Hauptteil teilen wir die Kids in zwei Gruppen auf. Hermi übernimmt die „Asterixe“. Hier steht immer wieder die individuelle Abwehrschulung im Mittelpunkt, die schon im jungen Alter so wertvoll ist. Mit vielen verschiedenen, spielerischen Übungen wird das Zusammenspiel im Abwehrverbund verbessert. Alle sind mit viel Feuer dabei, das Zweikampfspiel wird überraschend robust. Klar, hier und da gibt es ein paar blaue Flecken – die gehören dazu.
Mit der Obelix-Gruppe trainiere ich am Angriffsspiel: viele komplexe Übungen mit verschiedenen Laufwegen, Übergängen und vor allem mit mehr als nur einem Ball. Meistens sind sogar drei Bälle gleichzeitig im Spiel. Jetzt muss alles stimmen: Passgenauigkeit, Stoßbewegungen, richtige Laufwege und vor allem das Wichtigste – den freistehenden Mitspieler erkennen. Natürlich schleichen sich kleine Unstimmigkeiten ein. Pässe kommen ungenau, beim Kreuzen gehen Bälle verloren und lange Pässe werden eher für Liliputaner (also für mich) gespielt als für normal gewachsene Spieler:innen.
Das Vormittagstraining ist jetzt abgeschlossen.
Aber fast hätte ich es doch glatt vergessen: Vor dem Mittagessen ist doch unser Fotoshooting!
Und hier muss alles stimmen. Die Kids aus meinen Handballcamps behaupten steif und fest, dass das Fotoshooting anstrengender ist als jedes Training.
Nach dem Mittagessen wieder in der Halle angekommen, staunen wir nicht schlecht, denn langsam füllt sich die Tribüne mit Zuschauern, die hauptsächlich aus Familie und Freunden der teilnehmenden Kids bestehen. Sie alle wollen bei unserem Abschlussturnier zuschauen. In der Zwischenzeit stelle ich drei Mannschaften zusammen, wobei die Kids sich jeweils einen Namen ausdenken: „Zitronen“, „Grinc“, „Mandarinen“. Der Spielplan kommt von André. Jetzt wissen die Kids ganz genau, was ich von ihnen erwarte, nämlich: Duketis-Handball. Das heißt: kein Prellen, kein Standhandball. In der Abwehr spielen wir Pressing, aus dem direkt die erste Welle vorbereitet wird. Im Angriff wird gelaufen, nicht gestanden. Ich brauche keine Verkehrspolizisten, sondern Spieler mit Übersicht, die das Spiel lesen und den freien Mitspieler finden. Jeder soll seine eigene Spielstärke einbringen, ohne seine Spielerpersönlichkeit zu verlieren.
Die Eltern staunen, wie gut alles funktioniert, obwohl die Kids aus verschiedenen Vereinen kommen. Dank der eingeübten Laufwege wissen alle genau, was zu tun ist. Zusammenspiel, Tempo, Teamgeist – es passt einfach. Am Ende sind die Eltern begeistert. Ich auch.
Bei der Verabschiedung kommt ein kleiner Junge zu mir und sagt: „Sie sind ein guter Trainer.“ Dieser eine Satz zeigt mir, dass ich Kinder noch immer begeistern kann – und dass sie spüren, mit wie viel Liebe ich den Handball weitergebe.
Danke dafür!
So, liebes Tagebuch, ich schließe Dich nunmehr bis zu unserem Oster-Handballcamp. Es wird dieses Jahr nicht auf dem Sensenstein stattfinden, weil in den Osterferien dort keine Termine mehr frei waren. Wir haben allerdings schon eine Alternative ins Auge gefasst. Die Infos dazu sowie das Anmeldeformular gehen nächste Woche auf unserer Webseite www.handballschule-duketis.de online und in unserem Verteiler per E-Mail an all unsere Handball-Kids.
Tschüss, bis bald – Euer Trainer



































































































































