wD-Jugend SVH: JSG Twistetal/Korbach – SVH Kassel 21:19 (11:7) – Das Spiel stand unter keinem guten Stern –

wD-Jugend SVH: JSG Twistetal/Korbach – SVH Kassel 21:19 (11:7)
– Das Spiel stand unter keinem guten Stern –
Mit einem stark dezimierten Kader (ohne Alva, Amira und Johanna) und drei angeschlagenen Spielerinnen starteten wir dennoch vielversprechend in die Begegnung. In den ersten sieben Minuten konnten wir auch unser Spiel aufziehen, zeigten schöne Kombinationen und hielten gut dagegen. Doch ab der 16. Minute machte sich unsere personelle Situation bemerkbar. Aufgrund fehlender Kraftreserven musste ich umstellen – wir hatten krankheitsbedingt kein normales Training absolvieren können und lediglich eine Auswechselspielerin zur Verfügung. Diese Schwächung nutzte die JSG Twistetal/Korbach konsequent aus und setzte sich mit drei Toren ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wuchs der Rückstand sogar auf vier Treffer an – mit einem 11:7 gingen wir in die Pause.
In der Kabine hatte ich alle Hände voll zu tun. Es galt, die Moral der Mannschaft wieder aufzubauen. Trotz der schwierigen Voraussetzungen nahmen wir uns viel vor – wir wollten das Spiel noch drehen. Doch zunächst lief es nicht nach Plan. Unsere Bemühungen verpufften, während der Gegner seine Führung bis zur 27. Minute auf 16:10 ausbauen konnte.
Ich zog die Team-Timeout-Karte, redete der Mannschaft noch einmal eindringlich gut zu. Die Botschaft war klar: nicht aufgeben, die letzten zwölf Minuten alles investieren und an die eigene Stärke glauben!
Was dann folgte, war kaum in Worte zu fassen – man musste es erlebt haben. In der 32. Minute kämpften wir uns auf 17:16 heran. Unsere mitgereisten Zuschauer peitschten das Team lautstark nach vorne, und plötzlich waren neue Kräfte da. Die Mannschaft mobilisierte noch einmal alles.
In der 35. Minute hatten wir beim Stand von 18:17 die große Chance zum Ausgleich durch einen Tempogegenstoß – doch leider blieb sie ungenutzt. Kurz darauf erhielten wir in der Abwehr eine Zwei-Minuten-Strafe und mussten erneut umstellen. Diese Situation nutzte die JSG eiskalt und zog auf 21:18 davon.
Wir versuchten noch einmal alles, doch die Kräfte reichten nicht mehr ganz. Am Ende gelang uns nur noch der Treffer zum 21:19-Endstand.
Nach dem Abpfiff flossen Tränen. Natürlich wollten wir die Saison mit einer weißen Weste abschließen. Doch die vielen Krankheiten und der kleine Kader forderten am Saisonende ihren Tribut.
Trotzdem überwiegt der Stolz. Als Trainer habe ich größten Respekt vor dem, was diese Mannschaft in dieser Saison geleistet hat. Kampfgeist, Zusammenhalt und Leidenschaft – darauf können die Mädchen mehr als stolz sein.
Iljo Duketis
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