Handball macht Kinder stark!
Das Coronavirus hatte den Sport weltweit lahmgelegt, und das innerhalb kürzester Zeit. Noch zu Beginn war von vereinzelten Spielausfällen die Rede, schnell war überhaupt kein Spielbetrieb oder Training mehr denkbar.
Die Kinder konnten nicht mehr zur Schule gehen, trafen sich praktisch von heute auf morgen nicht mehr mit Freunden, soziale Kontakte beschränkten sich auf die engste Familie.
Vor allem der Bewegungsmangel machte vielen Kindern zu schaffen. Der Lockdown bedeutete ein Verlust von Lebensqualität, die Kinder waren weniger fröhlich, es fehlte einfach auch der Kontakt zu Gleichaltrigen.
Nachdem ich mir das 6 Wochen lang angeschaut hatte, sagte ich zu mir: Iljo, Du musst da was machen – die Kinder brauchen Bewegung und Sport! Ich habe einen großen Garten und ganz viele tolle und interessante Geräte von meiner mobilen Handballschule, die bestens zum Einsatz kommen könnten. Daher rief ich mein „Garten-Training“ ins Leben, was sofort und mit Begeisterung angenommen wurde – ich berichtete darüber wochenlang. Zunächst nur mit 2-3 Kindern, dann nach den Lockerungen des Lockdowns auch mit 6-8 Kindern. Das machte mir Mut und ich begann, das Sommercamp für die letzte Sommerferienwoche zu planen und zu organisieren. Um die Kinder für die vergangenen schweren Wochen zu entschädigen, hatte ich mir was ganz Neues ausgedacht, nämlich das 5-tägige Camp mit Übernachtung auf dem Sensenstein durchzuführen. Die Anmeldungen dafür sprudelten nur so herein und schnell war das Camp, das auf 26 Teilnehmer beschränkt war – auch wegen Corona – ausgebucht. Aber es kamen immer weitere Anfragen, so dass ich kurzerhand auch die vorletzte Sommerferienwoche buchte, damit ich auch wirklich allen handball-interessierten Kids ihren Wunsch auf eine Teilnahme erfüllen konnte.
Bis zuletzt habe ich gezittert, ob das Handballcamp auch wirklich durchgeführt werden kann. Und es hat tatsächlich geklappt – und es wurde ein Riesenerfolg! Die Kinder waren überglücklich, hatten viel Spaß und Freude, haben auch viel dazu gelernt und neue Freunde gefunden. Ich bin froh, diesen Kindern mit dem Handballcamp ein wenig „Normalität“ zurück gegeben zu haben und die Freude in den Gesichtern der Kinder hat auch mein Herz wieder glücklich gemacht!

