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Handball-Ostercamp in Rotenburg a.d.F. – Tag 4 (02.04.2026)

Posted on 3 Apr. um 12:58 Uhr

Handball-Ostercamp in Rotenburg a.d.F. – Tag 4 (02.04.2026)
Tagebucheintrag von Iljo Duketis

Liebes Tagebuch,

dieses Ostercamp bleibt unvergesslich!

Ja, da ist er wieder – dieser letzte Tag. Ich stehe in der Halle, pfeife ins Pfeifchen und denke mir: Freude im Herzen, ein kleines bisschen Wehmut im Gepäck. Das Ostercamp geht zu Ende. Und wie immer frage ich mich: Warum vergehen vier Tage schneller als ein Handballspiel?

Wir trainieren viel, wir schwitzen viel – und wir lachen noch mehr. Die Kids bekommen neue Einblicke ins Handballtraining, und ich führe gefühlt 73 Einzelgespräche pro Tag. Jeder Zweite kommt zu mir und fragt: „Trainer, wo kann ich mich verbessern?“ Und innerlich mache ich eine kleine Ehrenrunde durch die Halle. Genau das ist mein Moment! Wenn diese Frage kommt, weiß ich: Das Motto unserer Handballschule lebt – „Weck den Handballer in Dir!“ Und zwar mit Weckruf, nicht mit Snooze-Taste.

Wir arbeiten individuell, feilen an Technik, sprechen über Leistungsstand, Ziele, Stärken. Und ich sehe, wie die Augen leuchten, wenn ein Kind merkt: „Da geht noch was!“ Besser geht’s nicht.

Aber Handball ist nicht nur Wurfkraft und Beinarbeit. Es ist Respekt. Miteinander. Füreinander. Helfen, wenn einer mal hängt. Abklatschen, auch wenn der Ball an die Latte knallt. Und ja – es entstehen wieder neue Freundschaften. Ich glaube, wir haben hier mehr Teamgeist produziert als so manche Profimannschaft in der gesamten Saisonvorbereitung.

Aber nur weil letzter Tag ist, heißt das nicht „Auslaufen und Fotos machen“. Nein, nein – wir ziehen durch!

Das Vormittagstraining hat es in sich: Koordination mit handballspezifischen Elementen steht im Mittelpunkt. Technik verbessern, Beweglichkeit fördern, Körperspannung aufbauen. Ich sehe Sprünge, Richtungswechsel, saubere Pässe – und ab und zu einen spektakulären Stolperer, der mit Humor genommen wird. Und weil ich ja gerne mit Vorurteilen aufräume, kommt jetzt mein persönliches Highlight für alle, die beim ersten Anblick denken: „Oh, Spielzeug!“ Nein. Das Pedalo ist kein Spielgerät. Das Pedalo ist ein Charaktertest auf Rädern. Ich baue die Dinger auf, und man sieht sofort zwei Sorten Kinder: Die einen steigen drauf und sagen: „Easy!“ – und liegen nach drei Sekunden daneben. Die anderen schauen skeptisch, steigen vorsichtig auf … und gleiten plötzlich wie kleine Koordinationskünstler durch die Halle.

Das Training mit dem Pedalo ist für mich extrem wichtig und hoch effektiv. Hier arbeiten wir intensiv an Koordination, Gleichgewicht und Körperhaltung und zwar immer mit dem Handball und ganz nebenbei – während alle denken, sie spielen. Genau mein Humor.

In der zweiten Einheit arbeiten wir in kleinen Gruppen. Komplexübungen, kombiniert mit Wurftraining. Erst individuell – da schaue ich ganz genau hin – dann im Team. Und zum Schluss: unsere offensive 3:2:1-Abwehrformation. Aktiv, mutig, nach vorne verteidigen! Genau mein Stil. Lieber Druck machen als zuschauen.

Natürlich bin ich beim Abschlussfoto besonders pingelig. „Alle zusammenrücken! Größer lächeln! Torwart nicht verstecken!“ Dieses Bild ist Erinnerung. Und Erinnerungen sind unbezahlbar.

Nach dem Mittagessen kommt traditionell unser großes Handballturnier. Stimmung? Wie beim Final Four! Dieses Jahr neu: Eine Auswahlmannschaft wird zusammengestellt – und dieses Spiel markiert offiziell das Ende des Camps. Da fliegen noch einmal die Bälle, da wird gejubelt, da wird gekämpft.

Und dann stehe ich wieder da. Pfeife in der Hand. Halle wird langsam leer.
Ich bin müde. Glücklich. Stolz. Ich rufe noch hinterher: „Dann macht´s gut bis zum Sommer-Handballcamp“ – ich hoffe, ich sehe viele von Euch wieder.

Apropos Profimannschaft: Meine Camp-Kinder wohnten nicht einfach irgendwo – nein! Wenn schon trainiert wird wie in der Bundesliga, dann bitte auch wohnen im Nobelhotel. Das Gesamtpaket stimmt. Und das muss es auch! Schließlich feiern wir mit der Handballschule Duketis unser 35-jähriges Jubiläum. Dieses Jahr ist jedes Camp ein kleines Fest. Mit Überraschungen, Emotionen – und natürlich Muskelkater.

Und ja, ich sage es mit Stolz: Ich habe die erste Handballschule dieser Art in Deutschland eingeführt. Mein Leben? Besteht daraus, Kindern den Handballsport näherzubringen – und ihnen die Werte eines echten Sportlers mitzugeben. Fairness. Respekt. Leidenschaft. Und manchmal auch: rechtzeitig trinken!

Ostercamp Tag 4.
Unvergesslich
.

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