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Oster-Handballcamp in Rotenburg a.d.F. – Tag 2 (31.03.2026)

Posted on 1 Apr. um 11:54 Uhr

Oster-Handballcamp in Rotenburg a.d.F. – Tag 2 (31.03.2026)
Tagebucheintrag von Iljo Duketis

Liebes Tagebuch,

die Nacht war… nennen wir es „überschaubar“. Um 6:30 Uhr Wecken. Ja, richtig gelesen. Sechs. Dreißig. Um 7:00 Uhr erste Trainingseinheit. Wer jetzt denkt: „Bestimmt freiwilliges Dehnen mit ruhiger Musik“ – der kennt mich nicht. „Locker aufwärmen“ heißt: Koordination, Balltechnik und gefühlte 27 Muskelgruppen, von denen man vorher nichts wusste.

Trainiert wird in Dreiergruppen: Zwei rennen, dribbeln, koordinieren sich, während der Dritte an einer der 16 Koordinationsstationen kämpft. Und gewechselt wird erst, wenn alle sauber gearbeitet haben. Schludern? Nicht mit uns. Der Trainer sieht ALLES. Wirklich alles. Sogar Gedanken.

Nach der ersten Einheit geht’s zum Frühstück – das wird heute gefeiert wie ein Champions-League-Titel.

Die Asterix-Gruppe darf danach ins Schwimmbad. Und glaubt mir: Als sie das Becken sehen, denken sie kurz, sie seien im Trainingslager der Nationalmannschaft gelandet.

Währenddessen geht’s in der Halle richtig zur Sache: Die Bungee-Gurte kommen raus. Dynamik, Explosivität, Körperspannung – und natürlich alles mit Kontakt. Handball eben.

Unsere Torhüter? Die werden mit Tennisbällen „beschossen“. Reaktionstest Deluxe. Gratis blaue Flecken inklusive.

Die Obelix-Gruppe arbeitet an individueller Wurftechnik aus allen Positionen. Die Majestix-Gruppe übt Kreuzen, Durchbrüche und Übergänge – hochkomplexe Abläufe, bei denen man schon beim Zuschauen einen Knoten im Kopf bekommt.

Kurze Pause – dann wird wieder getauscht.

Die Obelix-Gruppe trainiert intensiv das 1-gegen-1, das wird jetzt aber persönlich. Hier geht’s nicht nur um „Ich renn mal vorbei“, sondern um Technik, Timing, Körperstellung und kluge Entscheidungen.

Die Asterix-Gruppe feilt an Koordination und Wurfabschluss. Und es ist jedes Mal schön, wenn die Kinder sagen: „Trainer, es macht voll Spaß!“ Genau dafür machen wir das.

Das Mittagessen ist dann schneller vorbei als ein Tempogegenstoß. Kaum hat man „Nachschlag?“ gesagt, stehen wir wieder in der Halle.

Obelix geht ins Schwimmbad – Erholung auf Profi-Niveau. Milan übernimmt die Majestix-Gruppe. Erst Aufwärmen mit kleinen Abwehrspielen, dann Abwehrschulung in Gruppen. Blockbildung. Absprache. Übernehmen, Übergeben. „Redet miteinander!“ ist heute vermutlich der meistgesagte Satz.

Die Motivation steigt – und das hört man auch. Lautstärkepegel: Sporthalle trifft Rockkonzert.

Bei der Abwehrarbeit kommt keiner hier einfach so durch. Jetzt wird in Zweiergruppen verteidigt. Richtige Körperstellung, frühes Herausrücken, Spielfluss stören. Die Angreifer versuchen alles – Täuschungen, Richtungswechsel, volle Power. Die Zweikämpfe? Können sich absolut sehen lassen!

Obelix kommt zurück aus dem Schwimmbad – Milan übernimmt sie direkt. Abwehrformation 5:1 steht auf dem Plan. Es wird korrigiert, erklärt, nochmal probiert – aber: Der Abwehrverband funktioniert schon richtig gut. Lob gibt’s natürlich auch.

Für Majestix stellt sich nunmehr die Frage: Wurfquote oder Liegestütze? Denn jetzt sind individuelle Positionswürfe in Serie dran. Belastung hoch. Ziel: Über 70 % Trefferquote – erstmal ohne Abwehr. Klingt einfach, ist es aber nicht. Mehrere Wurfvarianten, Technikfeinschliff, Konzentration – da braucht man Geduld. Und Selbstvertrauen. Und genau das wächst hier.

Die Spannung steigt, was kommt nach dem Abendessen: Hockey?! Hurra – wir spielen ein Hockeyturnier mit sieben Mannschaften.

Ja, wir sind Handballer. Und ja, der Ball ist winzig. Und ja, man schlägt auch mal ins Leere.
Ab Morgen habt Ihr dann den Handball wieder voll im Griff.

Fazit des Tages: Die Kinder sind mit Feuer und Flamme dabei. Sie lachen. Sie kämpfen. Sie verbessern sich. Und sie haben Spaß.

Jetzt sitze ich hier, schreibe mit halbgeschlossenen Augen. Mein Tee ist inzwischen schon kalt. Da ruft doch wer. Ah, mein Bett! Es ruft lauter als jede Trillerpfeife, da muss ich gehorchen.

Gute Nacht, liebes Tagebuch. Tag 2 war intensiv. Aber genau dafür lieben wir Handballcamps.

Fortsetzung folgt.

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