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Herbst-Handballcamp der Handballschule DUKETIS auf dem Sensenstein

Posted on 03/10/2020
  1. Herbst-Handballcamp auf dem Sensenstein

Dieses Handballcamp stand bei der Planung unter keinem guten Stern. In den Herbstferien hätten wir eine Sporthalle in Kassel erst ab nachmittags nutzen können. Das kam natürlich nicht in Frage.  Nach kurzem Austausch mit meiner Frau war klar, dass wir alles versuchen wollten, wieder über den Sensenstein das Handballcamp auszurichten. Die Zeit war wirklich schon knapp. Beim persönlichen Besuch auf dem Sensenstein dann die Erleichterung: es ist möglich! Nun die bange Frage: ist es nicht zu kurzfristig? Die Einladungen gingen abends um 20:00 Uhr raus und gegen 21:00 Uhr hatten wir schon 10 Anmeldungen vorliegen. Nach 3 Tagen waren dann alle Plätze vergeben. Da wussten wir, wir hatten alles richtig gemacht!  Freitagmittag beim Eintreffen auf dem Sensenstein traute ich kaum meinen Augen. Die Kinder wurden teilweise von der ganzen Familie zum Handballcamp gebracht. Nur fröhliche Gesichter weit und breit und dazu ein super Wetter – besser kann ein Handballcamp gar nicht anfangen!

Das weitere Procedere verläuft reibungslos, die wichtigsten Abläufe wie Zimmereinteilung und Erklärungen der Corona-Regel n sind schnell erledigt. Um 14:30 Uhr steht schon die erste Trainingseinheit mit insgesamt 31 begeisterten und handballhungrigen Kids auf dem Plan, die es gar nicht erwarten können, dass es endlich losgeht. In der ersten Trainingseinheit geht es um die Schulung der Koordination, verbunden mit verschiedenen Komplexaufgaben. Viele Variationen bezüglich Lauftechnik und Wurfpässen runden die Einheit ab. Hierbei achte ich darauf, dass sowohl Körperhaltung als auch Ballbehandlung stimmen. Dann ist auch schon Abendessen-Zeit. Um 19:00 Uhr werden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe geht mit unseren Betreuern ins Schwimmbad und die andere Gruppe mit Dino und mir in die Sporthalle. Dort warten die Buddies schon sehnsüchtig auf die Nachwuchshandballer. Auch unsere Rebounder sind mit von der Partie, um viele Arten des Spiels 1 gegen 1 zu trainieren, genaue Pässe zu üben und das alles aus der Bewegung heraus – ein Training, um die individuelle Spielstärke zu verbessern. Hier wird intensiv gearbeitet und Trainer Dino muss öfter eingreifen, um zu korrigieren. Die Gruppe nimmt das sehr dankbar an und letztendlich klappen die Übungen und man kann viele gute Aktionen bewundern. Um 20:15 tauschen die beiden Gruppen. Die Gruppe, die jetzt ins Schwimmbad geht, wird auch dort körperlich gefordert, nämlich durch ein Rugbyspiel. Hier wird sich nicht viel geschenkt und so manche blaue Flecken zeugen von ganzem Körpereinsatz. Der Sporthallen-Gruppe merkt man schon an, dass der Tag seine Spuren hinterlassen hat. Um die Truppe kurzerhand wieder aufzumuntern, kommen Tennisbälle und kleine Hütchen zum Einsatz, mit denen viele koordinative Übungen trainiert werden, um den Ehrgeiz anzufachen. Jetzt werden die Kids schon lebendiger und jeder will der Beste sein. Klar darf auch das Wurftraining nicht fehlen, letztendlich lebt der Handballsport vom Tore werfen. Da Handball viel athletischer geworden ist, muss man in diesem Bereich natürlich auch viel tun. Die Kids wollen mich nicht enttäuschen  und geben alles. Ich bin sehr zufrieden mit dem 1. Tag, der langsam zu Ende geht. Die Uhrzeit zeigt gleich Mitternacht und ich höre keine Stimmen mehr. Ein gutes Zeichen, oder? Entweder sind alle schon im Bett (was ich aber nicht wirklich vermute) oder sie feiern in ihren Zimmern eine Party (was ich aber nicht hoffe). Mal sehen, wie sie morgen früh um 6:30 Uhr nach dem Wecken aussehen. Mein Tagebuch und ich wollen jetzt auch schlafen gehen. Mein Tee ist auch schon kalt geworden, weil mich das Tagebuch schreiben  mehr Zeit gekostet hat, als ich dachte. Aber es gehört inzwischen einfach dazu und ich weiß ja, dass Ihr es gerne lest, damit Ihr wisst, was Eure Kinder so treiben.

Wie sagen wir in Kroatien: „Laku noc , do sutra!“

Euer Trainer Iljo

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