Sommer-Handballcamp TEENS 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 1
Nach dem sehr erfolgreichen Handballcamp KIDS (8-12 Jahre) kann ich heute mit der aktuellen Trainingsgruppe – bestehend aus Jugendlichen im „goldenen Lernalter“ – gezielt an individuellen technischen Fähigkeiten im Handball arbeiten. Gerade in diesem Alter ist es wichtig, die Latte hoch anzusetzen.
Das Aufwärmen erfolgt in vier Gruppen mit intensiven Lauf- und Passtechniken. Dabei gebe ich bewusst ein hohes Tempo vor. Hier zeigt sich zunächst, dass die Gruppe mit den komplexen Aufgaben noch überfordert ist: die Pässe erreichen oft nicht den Mitspieler, und die Laufwege sind noch nicht optimal aufeinander abgestimmt. Nach mehreren gezielten Korrekturen wird die Ausführung jedoch spürbar besser. Auch im anschließenden Parcours, der hohe Anforderungen an Technik, Koordination und Ausdauer stellt, ist klar, dass jede Übung einen bestimmten Sinn hat. Dennoch sind über einigen Köpfen Fragezeichen zu erkennen, da die korrekte Ausführung noch nicht klappen will.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich die Gruppe wirklich sehr bemüht, meine Erwartungen zu erfüllen – auch, wenn ich vielleicht manchmal etwas viel verlange. Aber genau dafür sind sie ja in ein Handballcamp gekommen: um zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Jetzt gönne ich den Jugendlichen erstmal eine Pause.
Unser Nachmittagstraining steht ganz im Zeichen der individuellen Technikschulung in Kleingruppen. Hier hapert es momentan vor allem bei den Lauf- und Passwegen, was zu vielen technischen Fehlern führt, die wir im Handballspiel unbedingt vermeiden wollen. Deshalb werde ich in dieser Woche mehrere Einheiten gezielt darauf ausrichten. Auch beim Täuschen mit und ohne Ball gibt es noch einige Schrittfehler. Diese Übungen müssen wir oft wiederholen, um sie zu festigen und die Fehlerzahl langfristig zu minimieren. Nach der Kuchen- und Obstpause geht es weiter mit Wurftraining und Folgeaktionen. Zuerst arbeiten wir individuell an der Wurftechnik und an Täuschbewegungen. Dann folgen die Abläufe in Kleingruppen: Rückraum mit Kreis, Rückraum mit Außen und schließlich das Zusammenspiel im Rückraum. Hier erkenne ich sofort, dass sich die technischen Elemente aus dem Aufwärmtraining gelohnt haben. Es macht einfach Spaß, wenn die Fortschritte erkennbar sind.
Unsere drei Torhüter:innen haben alle Hände voll zu tun und stehen permanent unter „Beschuss“. Und in diesem Moment beginnt ein kleiner Wettkampf zwischen Angreifern und Torhütern.
Unsere Halle macht einer Sauna Konkurrenz – die Hitze setzt den Spieler:innen ganz schön zu. Die Konzentration lässt spürbar nach, und so gebe ich das Zeichen zum Abendessen.
Bei unseren Abendspielen möchte ich keine müden Gesichter sehen. Die Asterix-Gruppe spielt Basketball, die Obelix-Gruppe Hockey. Mit drei Mannschaften geht es los ins Turnierformat.
Um 21:30 Uhr ist aber Bettruhe – kein Laut hört man mehr auf dem Flur. Ich hoffe, dass wir morgen die Leistung noch etwas steigern können.
Das Tagebuch meldet sich morgen wieder – und bis dahin habt Ihr hoffentlich viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen. Bei mir zu Hause in Kroatien sagt man: „laku noć“.
Euer Trainer













































































































































