Spielbericht männliche E-Jugend:
SVH Kassel – TSG Wilhelmshöhe 29:10 (11:5)
Hier spürt man sie noch: die pure Freude am Handballspiel.
Bei jedem gelungenen Spielzug springen die Kinder begeistert in die Höhe. Hält der Torwart einen Ball, wird er von seinen Mitspielern lautstark gefeiert. Und wenn ein Tor fällt, gibt es kein Halten mehr – die ganze Bank springt auf und jubelt mit. Nach dem Schlusspfiff brechen die Emotionen endgültig hervor: Freude, Stolz und Begeisterung sind überall zu sehen.
Hier wird Handball noch mit Herz und echter Begeisterung gespielt. In den Gesichtern der Kinder kann man sehen, wie langsam kleine Persönlichkeiten wachsen. Jeder freut sich über den Erfolg seines Mitspielers. Und besonders schön ist der Blick auf die Tribüne: Dort sitzen nicht nur Eltern und Geschwister, sondern auch viele Großeltern, die ihre Enkel mit Applaus für jede gelungene Aktion belohnen.
Aus der „Wundertüte“, von der ich beim letzten Mal gesprochen habe, entwickelt sich immer mehr echtes Handballspiel. Sogar Tempogegenstöße sind bei der E-Jugend inzwischen zu sehen – etwas, das in diesem Alter eher selten ist, weil viele Torhüter den Ball noch nicht so weit nach vorne spielen können.
Als Trainer möchte ich aber noch einmal ausdrücklich betonen: Im Vordergrund steht hier nicht das reine Gewinnen. Wichtig ist, dass alle Kinder zum Einsatz kommen und die Freude am Spiel erhalten bleibt. Deshalb gilt bei uns im Jugendbereich die einfache Formel: „Erfolgserlebnis vor Ergebnis.“
Dazu gehört auch, den Gegner für gelungene Aktionen zu würdigen und fair zu applaudieren. Wir alle wollen, dass Kinder Sport treiben – und dass sie dabei Freude erleben. Gewinnen und Verlieren gehören im Sport dazu, das muss jeder lernen. Doch Fair Play steht immer an erster Stelle.
Iljo Duketis






