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Spielbericht wC-Jugend vom 15.03.2026: HSG Hofgeismar/Grebenstein – SVH Kassel 20:19 (11:2)

Posted on 17 März um 9:05 Uhr

Spielbericht wC-Jugend vom 15.03.2026:


HSG Hofgeismar/Grebenstein – SVH Kassel 20:19 (11:2)

Tolle Aufholjagd unserer wC-Jugend – und ein Wunder lag in der Luft!

Nach dem klaren Sieg in der Vorrunde war allen bewusst: Die Mädchen der HSG Hofgeismar/Grebenstein würden auf Revanche brennen – und genau so kam es auch. Zwar gingen wir vorbereitet in die Partie, doch der Ausfall von Lea, die verletzungsbedingt passen musste, traf uns spürbar.

Der Start ins Spiel verlief zäh. Ganze sechs Minuten dauerte es, bis wir unser erstes Tor erzielten – zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:1 für die Gastgeberinnen. Im Angriff wollte kaum etwas gelingen: Technische Fehler reihten sich aneinander, und selbst gut herausgespielte Chancen wurden von der stark aufgelegten Torhüterin der HSG vereitelt. In der Abwehr hingegen konnten wir zunächst an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen.

Doch offensiv blieb der Knoten hartnäckig. Unser zweites Tor fiel erst in der 21. Minute zum 9:2 – ein bitterer Zwischenstand. Trotz aller Bemühungen von der Bank, trotz klarer Anweisungen und sichtbarem Einsatz: Die Umsetzung auf dem Feld wollte einfach nicht gelingen. Man spürte den Willen, doch jeder Versuch schien im Keim zu ersticken. So gingen wir mit einem deutlichen 11:2-Rückstand in die Halbzeitpause.

In der Kabine wurde es dann deutlich: Jetzt galt es, den Kopf freizubekommen, an die eigenen Stärken zu glauben und das Spiel neu zu beginnen. „Vergesst die erste Halbzeit – zeigt, was in euch steckt!“ war die klare Botschaft. Denn eines war sicher: Mit hängenden Köpfen würde hier nichts mehr gehen.

Und was dann folgte, war kaum zu glauben.

Wie verwandelt kamen unsere Mädchen aus der Kabine. Innerhalb von zwei Minuten erzielten sie zwei Treffer – plötzlich stand es 11:4. Ein Funke war übergesprungen. In der 32. Minute hieß es bereits 12:6, und auf einmal war da dieses Gefühl: Hier geht noch etwas! Die Abwehr packte jetzt entschlossen zu, ließ den Gegnerinnen kaum Raum, und wenn doch ein Wurf durchkam, war da Lina im Tor – die über sich hinauswuchs und ein ums andere Mal glänzend parierte.

Beim Stand von 17:10 nahmen wir eine Auszeit, lobten die Mannschaft und schworen sie auf die letzten 13 Minuten ein. Und tatsächlich: Auf dem Feld stand nun ein völlig anderes Team als noch in der ersten Halbzeit. Der Glaube an ein kleines Wunder war da – und vielleicht auch die Hoffnung, die Nervosität des Gegners auszunutzen.

Der Kampfgeist war geweckt. In der 41. Minute stand es noch 19:13 – doch unsere Mädchen gaben sich nicht geschlagen. Die letzten neun Minuten wurden zu einem echten Handball-Krimi. Mit einem beeindruckenden 6:0-Lauf kämpften wir uns bis zur 46. Minute auf 19:17 heran!

Die Abwehr arbeitete unermüdlich, die Torhüterinnen wuchsen über sich hinaus – und plötzlich war sogar der Sieg zum Greifen nah. Zwar gelang der HSG noch ein Treffer zum 20:17, doch unsere Kräfte mobilisierten die letzten Reserven. Mit unbändigem Willen kämpften wir uns auf 20:19 heran.

Dann war Schluss.

Die zweite Halbzeit ging mit 17:9 klar an uns – eine unglaubliche Leistung! Und hätte das Spiel nur zwei Minuten länger gedauert, wäre vielleicht sogar der Sieg möglich gewesen.

Fazit:
Eine überragende Moral, ein unglaublicher Kampfgeist und der feste Glaube an die eigene Stärke haben diese Mannschaft zurück ins Spiel gebracht. Trotz der Niederlage fühlt sich dieses Spiel wie ein kleiner Sieg an.

Und wie heißt es so schön: „Der Glaube versetzt Berge“ – in diesem Fall war es der Glaube der Mannschaft an sich selbst!

Iljo Duketis

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