Handballschule DUKETIS – Wie alles begann

Handballschule DUKETIS – Wie alles begann
Teil 1: Eine Idee, die ihrer Zeit voraus war
Manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben nicht nach einem großen Plan. Sie entstehen aus einer Leidenschaft, aus einer Überzeugung – und aus dem Wunsch, etwas zu bewegen.
So begann auch die Geschichte der Handballschule DUKETIS.
Im Januar 1991 war ich bereits seit vielen Jahren als Trainer im Senioren- und Jugendbereich tätig. Doch eines war mir immer besonders wichtig: Ich wollte meine Erfahrung nicht nur an Erwachsene oder Heranwachsende weitergeben. Ich wollte auch die „Jüngsten“, später „Minis“ genannt, möglichst früh für den Handball begeistern und ihnen etwas mit auf ihren sportlichen und persönlichen Weg geben. Wie kam es dazu?
Und dann waren da die Kleinsten …
Die Idee, auch den allerjüngsten Kindern den Handball näherzubringen, entstand eigentlich ganz nebenbei – rund um unsere Seniorenspiele.
In der Halbzeitpause, vor allem aber nach den Spielen, gehörte das Spielfeld häufig den Kindern. Viele waren Geschwisterkinder oder Söhne und Töchter der Spielerinnen und Spieler, die ich trainierte. Und immer wieder waren darunter die ganz Kleinen.
Was ich dabei beobachtete, hat mich fasziniert: Manche konnten kaum richtig laufen, aber einen Handball hatten sie schon in der Hand. Sie prellten den Ball, so gut es eben ging. Der Ball rollte immer wieder davon – doch das hielt sie nicht davon ab, hinterherzulaufen, ihn aufzuheben und es erneut zu versuchen.
Diese Begeisterung war für mich etwas ganz Besonderes. Da war kein Leistungsdruck, kein Zwang und kein „Du musst“. Da war einfach nur die Freude am Ball.
Und genau da entstand bei mir die Idee: Warum sollten wir diesen Kindern nicht schon frühzeitig die Möglichkeit geben, Handball kennenzulernen und Spaß daran zu entwickeln?
Die Idee ließ mich nicht mehr los. Aus diesen kleinen Beobachtungen rund um unsere Seniorenspiele entstand schließlich der Gedanke, den Jüngsten einen eigenen, kindgerechten Einstieg in den Handball zu ermöglichen.
Heute weiß ich: Es war eine der Ideen, die den weiteren Weg meiner Handballschule entscheidend geprägt haben.
Für mich bedeutete Trainer sein schon damals mehr, als nur eine Mannschaft auf ein Spiel vorzubereiten. Ich wollte Vorbild sein. Ich wollte Kindern zeigen, wie faszinierend Handball sein kann – mit seiner Dynamik, seiner Technik, seinem Teamgeist, aber auch mit Disziplin, Respekt und Freude an der Bewegung.
Und ich wollte mehr Zeit mit den Kindern verbringen als nur während einer einzigen Trainingseinheit unter der Woche.
Warum sollte gutes Training eigentlich nur an Wochentagen stattfinden?
Diese Frage ließ mich nicht mehr los.
So entstand eine Idee, die damals in Deutschland noch alles andere als selbstverständlich war: eine eigene Handballschule, in der Kinder zusätzlich und gezielt gefördert werden konnten.
Am 27. Januar 1991 wurde diese Idee Wirklichkeit.
Ich gründete die Handballschule DUKETIS.
Damals konnte niemand ahnen, dass aus dieser kleinen Idee eine Handballschule entstehen würde, die mehr als drei Jahrzehnte später noch immer existiert und Generationen von Kindern und Jugendlichen für unseren Sport begeistert.
Ein besonderer Wegbereiter: Spartak Kiew
Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung meiner Handballschule spielte meine langjährige Freundschaft zu russischen bzw. sowjetischen Trainern.
Ich hatte schon immer großes Interesse daran, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und andere Trainingsphilosophien kennenzulernen. Besonders der Handball aus der damaligen Sowjetunion faszinierte mich.
So entstand die Idee, Spartak Kiew zu meinem damaligen Verein, der SG Ost-Mosheim, einzuladen.
Und tatsächlich: Ich bekam die Zusage.
Für mich war das eine außergewöhnliche Gelegenheit. Denn Spartak Kiew war nicht irgendein Handballverein. Es war eine der erfolgreichsten Mannschaften der Handballgeschichte.
Trainiert wurde das Team von einem Mann, den ich zutiefst bewunderte:
Ihor Turtschyn.
Für mich war er nicht nur ein erfolgreicher Trainer. Er war ein Vorbild.
Und genau deshalb wollte ich ihn für meine neu gegründete Handballschule gewinnen.
Fortsetzung folgt.
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