Drei schüchterne Mädchen werden zu selbstbewussten jungen Frauen

Die Drillinge Rosa, Ida und Helen Illigmann werden heute 18 Jahre:
Drei schüchterne Mädchen werden zu selbstbewussten jungen Frauen
Drei Mädchen. Drei Schwestern. Drillinge. Drei ganz besondere Wege – und doch ein gemeinsamer.
Heute, am 18. Geburtstag von drei ganz besonderen jungen Frauen, blicke ich mit einem ganz besonderen Gefühl zurück: Stolz. Dankbarkeit. Und ganz viel Freude.
Als die drei Drillinge damals zu mir ins Training kamen, waren sie drei eher schüchterne Mädchen, die mit dem Handballspielen anfangen wollten. Von Anfang an waren sie fleißig und ehrgeizig. Aber eines fehlte noch: Das Feuer, das echte Selbstvertrauen, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten.
Unser gemeinsamer Weg war deshalb nicht immer einfach. Es gab Höhen und Tiefen, viele Gespräche und Situationen, in denen ich versucht habe, ihnen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Aber eines habe ich nie getan: aufgegeben. Denn ich war überzeugt, dass diese drei Mädchen viel mehr können, als sie selbst manchmal glaubten.
Ich durfte sie nicht nur im Handballtraining begleiten. Fünf Jahre lang waren sie auch Teil unserer Handball-AG. Ich habe sie in ihrer Entwicklung erlebt, ihre Fortschritte gesehen und immer wieder versucht, ihnen den nötigen Schub Selbstvertrauen zu geben.
Und selbst als sie unseren Verein zwischenzeitlich kurzfristig verließen, habe ich den Glauben an sie nicht verloren. Im Gegenteil: Ich wollte sie unbedingt wieder zurückholen. Heute weiß ich, dass sich all diese Mühe gelohnt hat. Aus den drei schüchternen Mädchen sind drei selbstbewusste junge Frauen geworden, die heute in der A-Jugend und in der 1. Damenmannschaft des SVH Kassel Handball spielen.
Was für eine Entwicklung!
Und wenn ich heute auf Euch drei schaue, dann kann ich nur sagen: Ja, ich bin unglaublich stolz auf Euch!
Besonders erinnere ich mich an die Corona-Zeit. Als plötzlich nichts mehr so war wie vorher, habe ich Euch sogar in Eurem Garten trainiert. Denn auch in dieser schwierigen Zeit sollte Euer Weg nicht einfach unterbrochen werden.
Ihr habt mir gezeigt, dass man Ziele nicht aus den Augen verlieren darf – auch dann nicht, wenn der Weg dorthin manchmal schwierig wird. Und genau das ist es, was mich als Trainer immer wieder antreibt. Jugendliche brauchen Menschen, die an sie glauben. Menschen, die ihnen zuhören, sie ermutigen, ihnen Vertrauen schenken und ihnen manchmal auch dann Mut machen, wenn sie selbst gerade nicht an sich glauben.
Sport kann so viel mehr sein als Training und Wettkampf.
Sport kann Selbstvertrauen schenken. Freundschaften schaffen. Persönlichkeit entwickeln. Verantwortung vermitteln. Und manchmal kann Sport sogar dabei helfen, aus einem schüchternen Mädchen eine selbstbewusste junge Frau zu machen.
Ihr drei seid für mich dafür das beste Beispiel.
Heute seid Ihr 18 Jahre alt, volljährig!
Und deshalb möchte ich Euch zu Eurem Geburtstag etwas sagen, was von Herzen kommt:
Drei Mädchen wie Euch gibt es nicht viele.
Ihr seid etwas ganz Besonderes – nicht nur, weil Ihr Drillinge seid, sondern weil ich Euren Weg ein Stück begleiten durfte und sehen konnte, wie Ihr Euch entwickelt habt. Ich bin stolz darauf, Euer Trainer gewesen zu sein. Und ich bin genauso stolz darauf, Euch auch weiterhin auf Eurem Weg begleiten zu dürfen. Ganz gleich, wohin Euer Weg Euch noch führt:
Vergesst niemals, was in Euch steckt. Glaubt an Euch. Kämpft für Eure Ziele. Und gebt niemals auf.
Ich werde Euch immer in meinem Herzen tragen.
Alles Liebe und Gute zu Eurem 18. Geburtstag, Ihr drei zauberhaften Mädchen – oder besser gesagt: jungen Frauen!
Euer Trainer
„Weck den Handballer in Dir!“
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