Team der Handballschule DUKETIS * Teil 10 Uta Duketis – das Herzstück unserer Handballschule

Team der Handballschule DUKETIS * Teil 10
Uta Duketis – das Herzstück unserer Handballschule
Wenn während unserer Handballcamps die Kinder durch die Halle wuseln, Bälle fliegen, gelacht, gespielt und manchmal auch ein bisschen Quatsch gemacht wird, dann sieht man mich meistens mittendrin. Ich bin derjenige, der auf dem Spielfeld steht, der Ideen hat, der neue Dinge ausprobiert, der sich Gedanken macht, wie wir die Kinder begeistern können. Aber eine Person sieht man dabei hier nie. Meine Frau Uta. Und trotzdem ist sie das Herzstück unserer Handballschule.
Wenn ich der Motor bin, dann ist Uta der Mensch, der dafür sorgt, dass dieser Motor überhaupt laufen kann. Sie hält mir den Rücken frei, fängt vieles auf, was im Hintergrund passiert, und ist für mich seit vielen Jahren der Fels in der Brandung.
Bevor ich aber von ihren Aufgaben in unserer Handballschule erzähle, möchte ich erst einmal von der Frau erzählen, die hinter all dem steht: Uta.
Viele Handballkenner kennen meine Frau noch unter einem anderen Namen: Uta „Haase“. Erst später wurde aus „Haase“ „Duketis“. Dass ich sie lange trainieren durfte, versteht sich fast von selbst. Wobei ich heute nicht ganz sicher bin, ob sie damals wirklich so begeistert davon war, von ihrem späteren Ehemann trainiert zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte …
Ihre eigene Handballgeschichte begann beim KSV Baunatal. Schon früh zeigte sich, dass sie nicht einfach nur gerne Handball spielte, sondern dass sie etwas Besonderes mitbrachte. Sie spielte in der Jugend in der Hessen-, Südwest- und sogar in der DHB-Auswahl. Dann kam leider ein Moment, der ihre sportliche Entwicklung abrupt ausbremste: eine Kreuzbandverletzung. Ausgerechnet zu dieser Zeit stand eine Spielreise der DHB-Juniorinnen nach Frankreich an – und Uta konnte nicht mitfahren. Eine bittere Erfahrung für eine junge Spielerin, die sportlich noch einiges vorhatte.
Trotzdem ließ sie sich nicht unterkriegen. Es gab Angebote von Bundesligisten. Doch Uta blieb ihrer Heimat Nordhessen stets treu. Von Baunatal wechselte sie zur SG Kirchhof in die Regionalliga, anschließend zur SG Ost-Mosheim in die Oberliga und schließlich zur GSV Eintracht Baunatal, mit der sie aus der 2. Bundesliga abstieg, aber auch wieder aufstieg.
Ihre großen Stärken lagen immer im Rückraum. Dynamisch, mit einem starken Eins-gegen-Eins-Spiel und immer mit dem Blick dafür, wie sie eine Abwehr auseinanderziehen konnte. Und dann kam irgendwann noch eine kleine Überraschung in ihrer Karriere: Uta durfte ihre eigentliche Lieblingsposition spielen – am Kreis. Und das ausgerechnet erst gegen Ende ihrer aktiven Laufbahn! Im Hallenheftchen in Trier wurde sie damals sogar als eine der besten Kreisläuferinnen der 2. Bundesliga angekündigt. Nicht schlecht für eine Spielerin, die diese Position eigentlich erst mit Mitte 30 so richtig für sich entdeckt hatte.
Heute ist Uta allerdings nicht mehr oft in einer Sporthalle zu sehen. Ihre Arbeit findet meistens dort statt, wo man sie nicht sofort erkennt. Uta kümmert sich um die Entwürfe unserer Info-Flyer, schreibt und verschickt E-Mails, erledigt die Buchhaltung und übernimmt unzählige Dinge, die notwendig sind, damit unsere Handballschule überhaupt funktionieren kann. Und dabei ist das noch längst nicht alles.
Die ersten fünf Jahre haben wir unsere Handballcamps noch ohne Übernachtung durchgeführt. Unsere Handballkids wurden dabei den ganzen Tag von einer eigenen Köchin mit Unterstützung von „Hilfspersonal“ und Uta versorgt. Wenn mehr als 50 Kinder gleichzeitig Hunger hatten, musste das Essen zügig ausgegeben werden. Danach mussten Teller und Besteck gespült, die Küche wieder aufgeräumt und sauber gemacht werden. Zwischendurch wurden Obstteller vorbereitet, Wasserflaschen aufgefüllt und all die kleinen Dinge erledigt, die eben niemand bemerkt – solange sie funktionieren.
Ich gebe zu: Ich bin Perfektionist. Bei einem Handballcamp muss für mich alles funktionieren. Jedes Camp stellt eine neue Herausforderung dar. Vor jedem Camp schießen mir tausend Fragen durch den Kopf: Wird alles funktionieren? Werden die Kinder Spaß haben? Können wir sie mit neuen Übungen neu motivieren? Haben wir auch an alles gedacht?
Und genau dann ist Uta da. Sie glaubt an mich. Immer wieder. Auch dann, wenn ich selbst einmal zweifle. Und vielleicht ist genau das ihr größtes Geschenk an mich. Denn hinter all den organisatorischen Dingen, hinter Flyern, E-Mails, Buchhaltung und Küche steht etwas viel Wichtigeres: Sie steht hinter mir. Es gibt diesen alten, aber wahren Spruch:
Hinter einem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.
Und ich habe das große Glück, dass diese starke Frau an meiner Seite steht und zwar seit nunmehr 43 Jahren! Du hast meine Liebe zum Handball immer unterstützt. Du hast so manche Deiner eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, damit ich meine Vision weiterverfolgen konnte: Kinder die Liebe zum Handball zu vermitteln und sie glücklich zu machen.
Du hast dich nie beschwert. Du hast mir immer wieder Mut gemacht. Und du hast nie aufgehört, an mich zu glauben. Auch dann nicht, wenn es für mich selbst manchmal schwer war. Es gab Tage, an denen ich an mir gezweifelt habe. Tage, an denen Menschen negativ über mich gesprochen haben. Und dann hast du etwas zu mir gesagt, was ich bis heute im Kopf habe:
„Was interessiert dich die Meinung von Personen, die dich gar nicht wirklich kennen? Auf 1.000 Menschen, die Dich mögen und als Trainer und besonders als Mensch wertschätzen, kommt vielleicht einer, der was auszusetzen hat. Und dieser eine bereitet Dir schlaflose Nächte? Denk doch an die vielen Kinder, die Dich so sehr lieben und denen Du so viel mitgibst! Daran solltest Du immer denken!“
So einfach. Und gleichzeitig so unglaublich wichtig. Vielleicht ist genau das Uta. Sie braucht keine großen Reden. Sie gibt mir einen Satz – und plötzlich geht es wieder weiter.
Und wahrscheinlich werde ich auch weiterhin vor jedem Camp nervös sein und mich fragen, ob wirklich alles klappt. Aber ich weiß: Uta ist da. Mein Fels in der Brandung. Meine stärkste Unterstützerin. Meine Frau. Und der Mensch, ohne den unsere Handballschule niemals das geworden wäre, was sie heute ist.
Uta, es ist Zeit, Danke zu sagen.
Danke. Danke für 43 Jahre an meiner Seite. Danke für deinen Glauben an mich. Danke für deine Geduld mit meinem Perfektionismus. Danke dafür, dass du meine verrückten Ideen nicht nur erträgst, sondern mich immer wieder darin bestärkst. Und vor allem:
Danke, dass du mir hilfst, meine Vision zu leben – Kinder glücklich zu machen.
Unsere Handballschule hat noch ein letztes Kapitel. Und wenn dieses Kapitel geschrieben ist, dann wird darin nicht nur etwas über mich stehen. Denn hinter meiner Geschichte steht immer auch deine.
Die Geschichte von Uta – dem Herzstück unserer Handballschule.
Iljo Duketis – Handballschule DUKETIS
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