Und wer macht sich eigentlich Gedanken über den Coach?

Und wer macht sich eigentlich Gedanken über den Coach?
Ein Trainer hat das Privileg, Sport zu trainieren und Persönlichkeiten aufzubauen. Ein Trainer ist derjenige, der lehrt, sich im Sport zu entwickeln. Er macht aus unseren Kindern nicht nur bessere Spieler, sondern oftmals auch bessere Menschen. Ob er ausgewählt ist oder nicht, er nimmt eine wertvolle Zeit des Lebens der Spieler in Anspruch, aber nicht für sein eigenes Wohlergehen. Denn er ist die Person, an die wir die Kinderbetreuung gerne delegieren, und zwar ganz bewusst, damit unsere Kinder stärker, schneller, selbstbewusster und damit nicht zuletzt erträglicher sind.
Es gibt Trainer, die immer das Beste herausholen wollen. Wenn er wütend auf die Spieler ist, dann nur zu ihrem Besten, weil er nämlich genau weiß, dass es noch besser geht. Er schreit, weil er noch viel mehr Potential in den Spielern bzw. im gesamten Team sieht und nicht, weil es ihm Spaß macht. Er erkennt eher, als alle anderen, wenn etwas droht schiefzulaufen, erkennt aber auch den Weg, dies abzuwenden. Er weiß, was er tut und zwar jederzeit.
Ein Trainer ist derjenige, der sich über Jahre hinweg um unsere Kinder oder ein ganzes Team kümmert, auch in seiner Freizeit. Er hat immer ein offenes Ohr und einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Er sorgt für einen gesunden Körper und einen gesunden Geist, denn als guter Coach weiß er, dass nur eine emotionale und mentale Ausgeglichenheit für beste Ergebnisse sorgt. Jetzt stellt sich nur folgende Frage: Wer kümmert sich eigentlich um den Trainer? Um seinen emotionalen Zustand? Wer macht sich über ihn Gedanken? Schätzen wir seine Arbeit wirklich? Sind wir uns der geistigen Leistung bewusst, die hinter seiner Arbeit steckt (Bücher, Fachliteratur, Seminare, Fortbildungen)? Überblicken wir die Zeit, die er opfert – gegenüber seiner Familie, seinen Kindern, seinen Freunden -, um sich um unsere Kinder zu kümmern? Schätzen wir die Anstrengung, die ein Trainer für unsere Kinder aufbringt, oft weit über seine eigentliche Aufgabe hinaus? Wenn ja, warum behandeln wir ihn dann oft so respektlos? Wir sind schnell mit Kritik dabei und erwarten oftmals zu viel. Wir nehmen seinen Einsatz als selbstverständlich hin und übersehen dabei, dass er sein gesamtes Herzblut für unsere Kinder gibt und sein eigenes Wohl hinter das unserer Kinder stellt. Wir sollten bereit sein, die Leistung der Trainer wertzuschätzen und auch mal „Danke“ sagen. „Danke, dass Du unseren Kindern dabei hilfst, sich zu Persönlichkeiten zu entwickeln, sich selbst besser kennen und lieben zu lernen! Das ist großartig und dafür sind wir Dir sehr dankbar!“
Frau eines Trainers
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