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Power-Handballcamp in Bendorf vom 22.-24.10.2021 – Tagebuch Tag 3

Posted on 30/10/2021

Power-Handballcamp in Bendorf vom 22.-24.10.2021 – Tagebuch Tag 3

Für den dritten und damit letzten Tag des Handballcamps überlege ich mir immer ganz genau, mit welchen Inhalten ich die Trainingseinheiten fülle, damit diese möglichst lange in Erinnerung der Teilnehmer/innen bleiben. Das ist manchmal eine kleine Herausforderung, aber heute stehen mir mit Patrick Engel und Pascal Gras zwei weitere Coaches zur Seite. Patrick trainiert mit den Jugendlichen spezifische koordinative Handballübungen und Basics, während Pascal auf seinem Programm „Life-Kinetic“ stehen hat. Viele werden sich jetzt fragen „Was ist denn Life-Kinetic?“ Es ist eine Trainingsform, die Wahrnehmungsaufgaben mit kognitiven Herausforderungen und ungewöhnlicher, spaßiger Bewegung koppelt.  Die Formel dazu könnte lauten: Wahrnehmung + Gehirnjogging + Bewegung = mehr Leistung! Die Übungen schaffen neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen, wodurch das geistige Potenzial gesteigert wird und demnach auch die Leistung fördern. Eine tolle Sache, wie ich finde und ich bin mir sicher, dass die Handballkids viel Spaß dabei haben werden. Ich teile schnell die Truppe in drei Gruppen, denn uns steht nur der Vormittag mit jeweils drei Trainingseinheiten zur Verfügung, nachmittags findet ja das traditionelle Abschlussturnier statt. Mit meiner Gruppe trainieren wir die nicht ganz leichte Abwehrformation 3 : 2 : 1, die nur dann funktioniert, wenn der komplette Abwehrverband miteinander harmoniert und gut kommuniziert. Eine Absprache zwischen den Abwehrspielern, z.B. wer wann welchen Einläufer übernimmt/übergibt ist unerlässlich und der Grundpfeiler. Der Weg zum Tor muss für den Angreifer so schwer wie möglich gestaltet werden. Kommunikation in der Abwehrreihe ist unumgänglich, jeglicher Positionswechsel und Sperren müssen rechtzeitig angesagt werden. Alle Spieler müssen zu 100% wissen, welche Aufgabe auch die anderen Abwehrpositionen haben, denn sollte ein Nebenspieler das 1gegen1-Spiel mal verlieren, gilt es, auszuhelfen und möglichst und kompromisslos mit einem Stopfoul die Situation zu klären. In meiner Gruppe klappt das schon prima, mit schnellen Beinen werden entstandene Lücken wieder geschlossen und gefährliche Situationen entschärft. In der zweiten Trainingseinheit trainiert meine Gruppe an der Wurfqualität und auch die Torleute werden von mir mit viel Input gefüttert, um eine komplexere Torwartstellung einzunehmen. Jetzt entbrennt ein richtiger Wettkampf zwischen Spielern und Torhütern. Man pusht sich gegenseitig auf, der Ehrgeiz ist nun bei allen geweckt. Bei der dritten und letzten Trainingseinheit kommen die Rebounder ins Spiel. Er ist vielseitig einsetzbar. Zunächst soll der Pass vom Mitspieler über den Rebounder erfolgen, um dann nach einer Täuschbewegung zum Torwurf zu kommen. Bei der nächsten Übung setzen wir noch eine Kreuzbewegung dazwischen, was höchste Konzentration bedarf. Aber die Jungs sind super drauf und ich freue mich, dass alle viel Spaß bei den Übungen haben. Das beste Kompliment, was ein Trainer am Ende eines Handballcamps bekommen kann, ist, wenn die Jugendlichen bei der Verabschiedung sagen: „Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei!“

Am Ende möchte ich mich bei allen Trainern, Helfern und besonders bei Paul Schmidt für den reibungslosen Ablauf bedanken. Ohne das Mitwirken aller Beteiligten wäre die Durchführung eines solchen Handballcamps nicht möglich. Darum auch ein ganz großer Dank an den Förderverein, der das Powercamp weiter am Leben erhält.

Ganz zum Schluss möchte ich mich noch für die vielen Nussecken bedanken. Es ist durchgesickert, dass ich heute Geburtstag habe und mein Lieblingskuchen „Nussecken“ sind. Danke für Eure tolle Gastfreundschaft – auch ich komme sehr gerne immer wieder – versprochen! Bis bald!

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