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Sommer-Handballcamp Jugend – TAG 1

Posted on 31/08/2022

Sommer-Handballcamp Jugend – Tagebucheintrag TAG 1

Hallo, da bin ich wieder! Rechtzeitig zum zweiten Camp innerhalb von zwei Wochen. Dieses Mal habe ich die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren eingeladen. Hier muss ich immer wieder feststellen, wie wichtig Koordinationstraining für junge Spieler/innen ist. Ein schneller Wachstum erschwert die Koordination von Armen und Beinen. Deshalb kommt vermehrt die einfache und auch die doppelte Koordinationsleiter zum Einsatz. Daneben trainieren wir an den Steppbrettern. Die Bungeegurte werden umgelegt zur Kräftigung der Beine und des Oberkörpers. Dies alles trägt zur Verbesserung der Körperstabilität bei, was beim Handball ganz wichtig ist, um situationsbedingt schnell reagieren zu können. Koordinationstraining ist ein wichtiger Bestandteil in jedem meiner Handballcamps, denn

koordinative Fähigkeiten helfen dabei, in vorhersehbaren, aber auch in unvorhersehbaren Spielsituationen schnell und sicher handeln zu können. Auch in anderen Bereichen, z.B. der Kraft, der Schnelligkeit, des Gleichgewichtvermögens, aber auch in der Ausdauer und Gelenkigkeit spielt Koordination eine entscheidende Rolle. Eine gute Koordination hilft dabei, neue sportliche Abläufe und Bewegungen leichter zu erlernen und ist wichtig für das Ballhandling.

Nach kurzer Kuchen- und Obstpause gehen wir über zum Abwehrtraining. Thema: Erlernen der Technik beim 1 gegen 1. Auch hier stelle ich einige Defizite in der Abwehrstellung und Körperhaltung fest. Die Gruppe arbeitet sehr gut und an Einsatz fehlt es nicht. Allerdings muss ich immer wieder korrigieren, bis die korrekte Abwehrhaltung ins Blut übergeht. Es wird oftmals zu passiv agiert und dem Gegner zu viel Platz gelassen. Hier arbeiten wir an mehr Aggressivität und dem frühzeitigen Stören schon bei der Ballannahme. Das Vormittagstraining geht schnell vorbei und ich konnte gute Erkenntnisse gewinnen. Nach der Mittagspause stößt Dino dazu und wir bilden 2 Gruppen. Dino übernimmt das Mädchen-Team. Hier geht es um das Erlernen der richtigen Technik beim Kreuzen und das dynamische Stoßen auf die Abwehr mit Zusatzaufgaben, damit die Intensität gesteigert wird. Mit meinem Jungs-Team mache ich Abwehrspiele in kleinen Gruppen. Hier wird hart gearbeitet, um unnötige 2-Minuten-Strafen zu vermeiden. Dafür muss im Verband miteinander gearbeitet werden und das Übernehmen/Übergeben in Absprache erfolgen. Nach einer Stunde tauschen wir die Gruppen.  

Nach dem Abendessen und anschließender Pause gehen die Jungs zum Schwimmen und die Mädchen zur Technikschulung in die Sporthalle, sie waren am Vormittag im Schwimmbad.

Techniktraining ist nicht ganz einfach. Hier braucht man sehr viel Geduld, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt und als Trainer muss man aufpassen, dass die Spieler/innen nicht vorher resignieren. Die Rebounder stehen schon bereit und jetzt gilt es, genaue Pässe zu spielen und den zurückkommenden Ball mit einer Hand aufzufangen. Am Anfang läuft es nicht so rund, aber durch eine korrekte Technik merken die Mädchen, wie die Übung schon nach kurzer Zeit besser läuft. Jetzt werden die Bälle schon hinter dem Rücken gespielt, daran merke ich, dass die Gruppe wirklich Spaß am Techniktraining entwickelt, also muss eine Steigerung her. Die Bälle sollen nun aus dem Lauf gegen den Rebounder gespielt werden und zwar so genau, dass sie anschließend kontrolliert aufgefangen werden können. Na logisch, zum Schluss wollen die Mädchen unbedingt noch Wurftraining machen. Nach 90 Minuten kann ich mit dem gezeigten Einsatz sehr zufrieden sein. Wenn wir dieses Pensum die nächsten 4 Tage durchhalten, dann werden alle mit großen Fortschritten nach Hause fahren. Für heute reicht es allemal und Bettruhe muss auch sein.

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