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Sport als Motor der Persönlichkeitsentwicklung

Posted on 04/01/2023

Sport als Motor der Persönlichkeitsentwicklung

Wie sich Sport auf die jugendliche Entwicklung auswirkt

Sportliche Aktivitäten beeinflussen nach meiner Erfahrung als Handballkinder- und Handballjugendtrainer die Entwicklung Jugendlicher, da in fast allen Sportarten kognitive Prozesse eine Rolle spielen, welche sich im Jugendalter stark entwickeln. Ein wenig schockiert mich so manches Defizit in Bezug auf die Koordination ganz junger, aber auch schon älterer Kinder. Darum nimmt das Training der Koordination in meinen Trainingseinheiten auch eine so wichtige Rolle ein. Koordinationsleiter und Koordinationsreifen dürfen in keinem Training fehlen.

Im Handballtraining kommt es zu einer unvermeidbaren Informationsaufnahme, Reize und die subjektive Einschätzung müssen die Kinder verarbeiten und möglichst schnell Lösungswege finden und Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Besonders die Aufmerksamkeit und Konzentration werden gefordert. Dieses Verhalten ist im sozialen Leben ebenfalls relevant, da die Kinder im Jugendalter und speziell mit Eintritt in die Pubertät lernen müssen, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen, Ziele zu definieren und dementsprechend zu handeln. Außerdem lässt sich ein positiver Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität in Form von regelmäßigem Training und der Entwicklung schulischer Leistungen und intellektuellen Fähigkeiten nicht leugnen. Darum finde ich es beängstigend, dass zunehmend viele Eltern das Training ihrer Kinder absagen, weil diese noch etwas für die Schule machen bzw. für Arbeiten lernen müssen. Ganz klar: Schule ist wichtig und steht an 1. Stelle. Aber Sport als Ausgleich ist genauso wichtig. Das Schulkind wird ausgeglichener am nächsten Tag in die Schule gehen, wenn es sich nach mehrstündigem Lernen noch für 60-90 Minuten sportlich betätigen konnte. Es wird besser schlafen und ausgeruhter am nächsten Morgen aufstehen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Fest steht aber, regelmäßiges Training fördert deutlich die Widerstandskraft und die Anforderungen im schulischen oder sozialen Bereich werden tatsächlich stressfreier wahrgenommen. Dies erhöht die psychische Widerstandsfähigkeit und verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand der Jugendlichen. Zusätzlich mindert sportliche Aktivität Ängste und das Risiko, eine Angststörung zu entwickeln. Jugendliche erkennen ihre sportliche Kompetenz, akzeptieren viel eher die Veränderungen an ihrem Körperbau, was zu einem positiven Selbstwertgefühl führt. Besonders für die Entwicklung des Sozialverhaltens spielt der Sport eine wichtige Rolle, da die Jugendlichen u.a. lernen Niederlagen einzustecken, sich für die Ziele des Teams einzusetzen und Regeln zu beachten. Somit wirkt Sport der sozialen Isolation und unsozialem Verhalten entgegen. Teamgeist, Fairness und Toleranz hingegen werden gefördert.

Im Jugendalter kommen eine Vielzahl von neuen Entwicklungsaufgaben in den unterschiedlichsten Lebensbereichen auf die Heranwachsenden zu, welche es zu meistern gilt. Sportliche Aktivitäten erleichtern diese Aufgaben, da beispielsweise im sozialen, kognitiven oder emotionalen Bereich im sportlichen Zusammenhang Verhaltensweisen erprobt werden können. In Sportvereinen ist der Kontakt mit Gleichaltrigen gegeben und gemeinsame Erfolge fördern sowohl das Selbstvertrauen als auch die Teamfähigkeit. Daher kann sportliche Aktivität für viele Jugendliche ein Ausgleich zu den Entwicklungsaufgaben und den schulischen Anforderungen darstellen. Sport ist somit in der Jugend zu empfehlen und hat keinesfalls negative Auswirkungen, sondern wird die Jugendlichen sogar bei den anstehenden Entwicklungsaufgaben unterstützen.

Fazit:

Liebe Eltern, ermöglicht Euren Kindern, sich sportlich zu betätigen. Ermutigt sie, sich mehr zu bewegen, vielleicht draußen mal Fußball oder Basketball zu spielen oder auch einfach mal, auf einen Baum zu klettern. Ist die Begeisterung für Bewegung geweckt, ist der nächste Schritt der Weg in einen Sportverein. Ich, auf jeden Fall, freue mich über jedes neue Mitglied und die strahlenden Kinderaugen während des Trainings.

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