• Aktuelles
  • Handballschule
    • Leistungen
    • Gründung
    • Sinn und Zweck
    • Trainerteam
    • Training
    • Arbeit mit Schulen
  • Jugendcamp
    • Termine/Anmeldung
    • Bildergalerien
    • Verpflegung
  • Werbepartnerschaft
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutzbelehrung
    • Widerrufsbelehrung
  • Shop
  • Warenkorb
Produkt wurde deinem Warenkorb hinzugefügt.

Handballschule DUKETIS: Herbst-Handballcamp 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 4

Posted on 10/10/2025

Handballschule DUKETIS: Herbst-Handballcamp 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 4

Um Tag 4 zu überstehen, braucht es eine gute Portion Humor. Darum fällt mein heutiger Tagebucheintrag auch etwas „anders“ aus als sonst. Ich entschuldige mich schon im Vorfeld dafür.

Heute starte ich hochmotiviert in den Tag, ganz nach dem Motto: „Operation Muskelkater“. Nach dem gestrigen Training, das erstaunlich ohne Verletzte (und größere emotionale Zusammenbrüche) endete, bin ich optimistisch. Heute wird’s gut. Denke ich zumindest. Perfekte Voraussetzungen für den nächsten Trainingsmarathon!

Die Majestix-Gruppe darf sich mit dem „Pass-Kontinuum für das Angriffsspiel“ beschäftigen. Klingt technisch, ist es auch – zumindest auf dem Papier. In der Realität sieht’s eher aus, als hätten alle den Ball neu erfunden. Aber sie geben sich Mühe, und das ist ja die halbe Miete. Die Ballzirkulation läuft – manchmal auch direkt ins Nirgendwo. Ich beobachte still, wie Pässe ankommen, wo keine Spieler stehen. Kunst, sage ich mir. Moderne Ballkunst.

Nebenan werkeln Asterix und Obelix an ihrer Koordination. Schwerpunkt: Sprungkraft. Ich sehe viel Einsatz, wenig Eleganz, und mindestens drei verschiedene Interpretationen von „gerader Absprung“. Aber hey – es bewegt sich was!

Jetzt übernehmen Janka und Milan. Ich freue mich – kurz. Dann sehe ich das Aufwärmprogramm und weiß: Das wird kein Tag für Weicheier. Janka startet mit Partnerübungen, Eigengewichtsfolter und Reaktionsspielen. Überall wird geschnauft, geächzt und gelacht – dieses leicht hysterische Lachen, das man hat, wenn man merkt: Es gibt kein Zurück.

Nach einer gefühlten 30-Sekunden-Trinkpause (mehr Zeit gönne ich ihnen nicht, sonst fangen sie an, über „Regeneration“ zu diskutieren) tauschen die Gruppen: Majestix geht zu Milan, Asterix zu Janka.

Janka baut einen Parcours auf, bei dem selbst Indiana Jones kurz nachfragen würde, ob das mit der Versicherung abgeklärt ist. Hütchen, Bänder, Sprünge – und natürlich die Expander! Diese kleinen Gummiteile, die angeblich Kraft bringen, aber vor allem Schmerzen.

Derweil blüht Milan auf: Balltechnik, Torwarttraining, Körperkontakt – das volle Programm. Ich sehe engagierte Spieler:innen, die sich mit voller Wucht in die Zweikämpfe werfen. Beim Torwurf-Wettbewerb (sechs Würfe, möglichst viele Tore) ist die Trefferquote… nennen wir es „pädagogisch wertvoll“. Unter 50 %. Entweder ist der Torwart ein Genie – oder wir einfach Opfer der Gravitation. Der Torwart freut sich, die Spieler weniger. Ich erkläre das als mentales Training – schließlich muss man lernen, mit Enttäuschung umzugehen.

Nach dieser Einheit ist klar: Jeder Muskel schreit nach Mitleid oder tritt sofort in den Streik. Aber das interessiert niemanden, denn jetzt ist endlich Mittagspause! Das Essen schmeckt himmlisch, das Bett ruft lauter als jeder Trainer.

Ich lehne mich zurück, notiere: „Vormittag = Erfolg. Nachmittag = Überlebenskampf.“
Denn eines ist klar: Wenn die Kids heute Nachmittag überleben wollen, brauchen sie ein kleines Wunder. Denn Hermi und ich sind gnadenlos – und wer jammert, bekommt noch eine Extra-Runde. Und plötzlich, ganz plötzlich, ist niemand mehr müde.

Ich hänge einem Gedanken nach: Wenn Motivation ein Muskel ist, dann haben wir heute alle Muskelkater.

Heute Nachmittag steht folgendes Trainingsthema auf dem Plan: Laufspiel, Freilaufen, aktiv werden ohne Ball. Oder wie ich’s nenne: “Bitte bewegt Euch, Leute, der Ball kommt nicht von allein zu Euch!”

Hermi steht da, erklärt mit Engelsgeduld, dass die Pässe bitte den freien Spieler finden sollen. Ja, klingt einfach – ist aber anscheinend für manche eine spirituelle Aufgabe. “Den freien Spieler finden”… wo kann der sein? Im Orbit?

Dann starten wir mit 2 gegen 1. Das läuft sogar… also, sagen wir mal, es läuft – meistens in die falsche Richtung, aber hey, es läuft! Danach 3 gegen 2 – ohne Prellen. O H N E. Prellen.
Ich seh schon, wie die Kinder innerlich weinen: “Wie soll ich ohne Prellen leben, Trainer?!”

Ich selbst hab jetzt die Pedalo-Gruppe. Ja, genau – die mit diesen Mini-Höllenmaschinen auf Rädern. Die Kids sind begeistert, ich auch, kurz… bis die „Artisten“ merken, dass sie gleichzeitig Pedalo fahren UND Ball prellen sollen. Was passiert? Einer fährt im Kreis, einer prellt in die Botanik und zwei versuchen sich den Ball zuzuspielen, während sie sich gegenseitig umfahren. Kurz gesagt: Koordination trifft Chaos. Aber schön.

Nach der Obst-und-Kuchenpause (die einzige echte Religion im Jugendhandball) geht’s weiter: Umschalten von Abwehr auf Angriff. Der 9-Meter spielt zum 6-Meter, irgendwann kriegt der Torwart den Ball, und jetzt – zack – soll der 9-Meter den Pass abfangen. Klingt wie ein Plan. In der Praxis sieht’s aus wie eine Slapstick-Szene aus dem Fernsehen. Aber immerhin: Es wird schnell gelaufen. Niemand weiß genau wohin, aber schnell!

Dann kommen die anderen Gruppen dran – Abwehrschulung. Rausgehen, zurücksinken, Lücken schließen – wie ein Fitness-Flashmob mit Konzept. Und die Kids müssen sich absprechen: „Du nimmst ihn!“ – „Nein, du nimmst ihn!“ – „Ich hab ihn – fast!“ Kommunikation ist alles. Oder zumindest irgendwas.

Zum Abschluss des 4. Tages – natürlich – die Generalprobe für das große Abschlussturnier. Klar, morgen ist das Highlight, da wollen alle glänzen. Und was soll ich sagen? Die Kinder hauen sich richtig rein. Niemand sagt „Ich kann nicht mehr!“ – und das ist für mich das schönste Kompliment. (Und gleichzeitig ein bisschen verdächtig – ich glaub, die wollen mich wirklich beeindrucken.)

Jetzt, am Ende des Tages, sitz ich da – emotional wie ein Tatort-Zuschauer beim Finale. Vier Tage Training liegen hinter uns, und jetzt kommt bald der Abschied. Ich schwör, jedes Jahr nehm ich mir vor, nicht sentimental zu werden, und dann steh ich wahrscheinlich wieder da, mit feuchten Augen und zittriger Stimme.

Ja, das ist mein Job. Mein Chaos. Mein Handball-Zirkus. Und ehrlich? Ich würd’s nicht tauschen.
Na dann – bis morgen. Euer Trainer, leicht müde, aber stolz wie Bolle. Und: Bitte um Verzeihung für diesen Tagebucheintrag!

Vorheriger Beitrag
Handballschule DUKETIS: Herbst-Handballcamp 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 3
Nächster Beitrag
Handballschule DUKETIS: Herbst-Handballcamp 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 5

Neueste Beiträge

  • Handballschule DUKETIS wird in Schulen präsent – Teil 6 23/08/2026
  • Handballschule DUKETIS – Das Projekt nimmt Form an – Teil 5 21/08/2026
  • Handballschule DUKETIS – und es geht weiter – Teil 4 20/08/2026
  • Handballschule DUKETIS – Wie ging es weiter? – Teil 3 19/08/2026
  • Drei schüchterne Mädchen werden zu selbstbewussten jungen Frauen 18/08/2026

Kategorien

  • Ahnatal Schule Vellmar (2)
  • Beachhandball (4)
  • Freundschaften (92)
  • Gartentraining zu Corona-Zeiten (5)
  • Handballcamp (230)
  • Handballfamilie (220)
  • Herbstcamp (39)
  • Kinder und Sport (10)
  • Kooperation (2)
  • Kooperation SVH Kassel (128)
  • Kooperation TS Bendorf (38)
  • Minihandball (12)
  • MINIs (4)
  • Online-Training (1)
  • Ostercamps (43)
  • Outdoor-Training (2)
  • Rollstuhlhandball (2)
  • Schulen (19)
  • Schulkooperationen (13)
  • Social Marketing (1)
  • Sommercamps (78)
  • Sponsoren (29)
  • Studienfahrt Rovinj (6)
  • Tischfußball-EM 2020 (2)
  • Trainingsvideo (3)
  • Uncategorized (50)