Handballschule DUKETIS: Herbst-Handballcamp 2025 auf dem Sensenstein – Tagebucheintrag Tag 3
Heute ist der dritte Tag im Camp – und ich weiß: das ist der entscheidende Tag. Der Moment, an dem die Müdigkeit für die Kids langsam spürbar wird, die Beine schwerer werden und man schnell den Kopf hängen lassen könnte. Genau deshalb liebe ich diesen Tag. Hier zeigt sich, wer wirklich dranbleibt – und auch, ob mein Konzept aufgeht.
Jeder, der mich kennt, weiß: meine Stärke liegt darin, die Kids unterbewusst mental zu motivieren. Ich baue viele komplexe Übungen ein, bei denen volle Konzentration gefragt ist. Keine Zeit, um müde zu werden oder nachzudenken – einfach nur spielen, reagieren, umsetzen.
Schon in der ersten Trainingseinheit vor dem Frühstück stehen 16 verschiedene Komplexübungen auf dem Plan. Technik, Koordination, verschiedene Pässe im Lauf – alles läuft gleichzeitig. Ich sehe, wie die Kids beschäftigt sind, jeder konzentriert, jeder mit Feuer dabei. Mein Konzept funktioniert!
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Tempogegenstoßtraining. Viele Kombinationen, Kreuzbewegungen, präzise Pässe – und natürlich der saubere Torabschluss. Ich spüre, wie die Kids langsam Routine entwickeln. Nach einer kurzen Trinkpause folgt die dritte Einheit vor dem Mittagessen. Thema: Wurftechnik.
Wie sammle ich als Trainer Pluspunkte bei den Kids? Ganz einfach – ich helfe ihnen, ihre Würfe zu verbessern. Nach fast jedem Wurf höre ich: „Trainer, war das besser?“ Ich muss dann diplomatisch sein, denn besser werden braucht Zeit. Aber wenn ich sage: „Du bist auf dem richtigen Weg, wir arbeiten nur noch an Kleinigkeiten“, sehe ich sofort ein Lächeln. Solche Momente sind Gold wert.
Für das Wurftraining nutze ich unsere Rebounder – ein geniales Hilfsmittel. Niemand muss warten, alle sind ständig aktiv, und die Zeit wird optimal genutzt. Die Würfe werden sauberer, die Täuschungsbewegungen flüssiger. Ich merke: sie machen Fortschritte.
Dann kommt die Finaleinheit – jetzt mit Abwehrspielern. Plötzlich wird alles schwieriger. Jetzt zeigt sich, wer die Bewegungen wirklich verstanden hat, wer den Mut hat, in die Lücke zu gehen. Ich erkläre noch einmal Schrittfolgen, Ausspielbewegungen, kleine Tricks. Die Kids geben alles.
Am Ende des Vormittags bin auch ich platt – aber glücklich. Heute haben alle unbewusst ihr Limit verschoben. Aber jetzt ist sie da: die Mittagspause – und alle können tief durchatmen.
Heute Nachmittag sorgt die Auszubildene Chiara für eine Überraschung – und was für eine! Sie lädt uns nämlich ein, ihre selbstkreierten Sportlerkuchen zu testen. Grund dafür: Sie steht kurz vor ihrer Hauswirtschaftsprüfung, und das heutige Meisterwerk ist ihre Hausaufgabe. Thema: Essen für Sportler – ganz ohne Zucker.
Die Zutatenliste klingt fast wie aus einem Fitnessblog: Hafermehl, Kokosöl, Ahornsirup. Klingt gesund? Ja. Schmeckt das auch? Wir sind gespannt – und bewaffnen uns mit Bewertungsbögen.
Ein großer Spaß – und natürlich sagen wir Danke, Chiara! Viel Erfolg bei deiner Prüfung – du rockst das bestimmt!
Kaum sind die letzten Krümel verputzt, geht’s auch schon los: Trainingstime!
Hermi steht bereits in der Halle und übernimmt die Majestix-Gruppe. Auf dem Plan: Abwehrschulung in kleinen Gruppen – und zum Abschluss gibt’s flotte Minispiele.
Ich selbst kümmere mich um unsere fünf Torleute. Teil zwei des Trainings: Koordination trifft Torwarttechnik – quasi Gehirnjogging mit Ball. Komplexe Aufgaben, Reaktionstraining und jede Menge Action. Währenddessen startet unsere Asterix-Gruppe mit Staffelspielen und wechselt dann zu technischen Partnerübungen. Alle geben Vollgas – keiner schont sich. Man könnte meinen, wir trainieren für die Olympischen Spiele. Lentje flitzt wie ein Profi-Fotograf durch die Halle – klick, klick, klick – fast 800 Fotos! Ich ahne schon: Heute Nacht heißt’s Bilder sortieren statt schlafen. Und dann gibt sie uns noch eine Kostprobe als Meisterin in Sportakrobatik – da staunen die Kids nicht schlecht, was man so alles mit seinem Körper veranstalten kann.
Dieser Tag gerät garantiert nicht so schnell in Vergessenheit. So viele Übungen an einem Nachmittag – das gab’s selten! Ein riesiges Kompliment an alle Kids und Trainer – was heute abgeliefert wird, ist einfach top! Und vor den Abendspielen bekommen wir von Carla noch ein kleines Klavierkonzert. Dieser Tag ist nicht zu toppen! Zum großen Finale gibt’s noch ein Basketball-Turnier. Und was soll ich sagen? Auch hier wird sich nichts geschenkt! Als Handballer können wir jetzt zeigen, dass wir auch mit dem großen Ball eine gute Figur machen.
Solche Tage wünsche ich mir öfter – volle Power, gute Laune und glückliche Kinder. Ich bin echt beeindruckt – und glücklich, dass meine Trainingsplanung so wunderbar aufgeht. So, genug geschwärmt. Man soll ja bekanntlich nicht zu früh loben – zwei Tage Training stehen uns noch bevor! Mein Tagebuch platzt inzwischen aus allen Nähten – wer weiß, vielleicht wird eines Tages wirklich ein Buch daraus. Meine Freunde sagen das ja schon seit einem Jahr… aber jetzt richten wir den Blick Richtung Tag 4!






















































































































































































































