Power-Handballcamp in Bendorf vom 24.-26.10.2025 mit Chefcoach Iljo Duketis – Tagebucheintrag Tag 1
Also ehrlich… auch nach so vielen Jahren als Chefcoach beim Bendorfer Power-Handballcamp bin ich immer noch aufgeregter als ein Werfer vorm Siebenmeter! Mein Kopf ist ein Karussell: Was erwartet mich diesmal? Werde ich die Jugendlichen begeistern können? Und vor allem – überleben sie MICH?
Die Gesichter der Kids wechseln jedes Jahr – manche kenne ich, viele sind neu, und ich schwöre, jedes Jahr sehen sie jünger und wilder aus. Heute einen Haufen Teenager zu bändigen ist ungefähr so einfach wie Gummibärchen sortieren, während man auf einem Trampolin steht.
Also plane ich mein Training so, dass ich gleich am Anfang zeige: Handball ist geil! Und ich will, dass sie merken, wie vielseitig unser Sport ist. Und ja, ich bin alt genug, um es besser zu wissen, aber jung genug, um jede Übung selbst vorzumachen. Ich renne, ich springe, ich schwitze – und wenn sie nicht verstehen, was Schnelligkeit heißt, dann zeig ich’s ihnen eben… kurz bevor ich selbst nach dem Sauerstoffzelt rufe.
Zum Glück bin ich nicht allein im Abenteuer „Jugendliche zähmen leicht gemacht“. Mein Dream-Team steht parat:
• Malte, mein junger Assistent mit frisch gebackener A-Lizenz – Energielevel: 300%.
• Richard, der unsere drei Torhüter beschäftigt (und manchmal auch beschäftigt hält, damit sie keinen Blödsinn machen).
• Agnes, unsere gute Seele – sie hat immer alles im Blick, inklusive meiner Brille, die ich ständig verlege.
• Und natürlich Christian, der Organisations-Guru, ohne den hier vermutlich keiner wüsste, wo der Ausgang oder das Mittagessen ist.
Ein starkes Team – fast wie die Avengers, nur mit Handbällen statt Superkräften.
Sobald ich die Halle betrete, ist die Aufregung wie weggeblasen. Mein Wohnzimmer! Mein Revier! Nach einem kurzen Hallo und einer Vorstellungsrunde geht’s los – jetzt bin ich in meinem Element.
Ich übernehme das Aufwärmtraining und verschaffe mir sofort einen Überblick. Wer kann was? Wer ist noch im Energiesparmodus? Danach teile ich die Truppe in zwei Gruppen: Malte übernimmt die Abwehrschulung, ich kümmere mich um Technik. Klar läuft’s am Anfang nicht rund – sie müssen ja erstmal verstehen, was sie da tun und warum. Aber ich sehe Ehrgeiz in ihren Augen! Und hey – dieses Jahr habe ich so viele Linkshänder, dass ich fast glaube, ich leite ein geheimes Linkshänder-Camp.
Nachmittags geht’s weiter: Täuschübungen mit und ohne Ball, Koordination bis der Kopf raucht, und dann Wurftraining unter Belastung. Ich sag’s dir: Das Wort Belastung trifft’s nicht nur für die Kids!
Zum Schluss gibt’s kleine Spiele – der beste Teil. Da lodert das Feuer, die Begeisterung ist riesig, und Malte zaubert ein Training hin, bei dem selbst ich strahle wie ein Honigkuchenpferd.
So muss ein Trainingstag enden: Kids glücklich, müde, verschwitzt – und mit einem Lächeln. Ich hoffe ja immer heimlich, sie schlafen danach 12 Stunden am Stück.
Abends sitze ich da, schreibe in mein Tagebuch (also hierhin), denke über den Tag nach und feile an den Plänen für morgen. Das Grundkonzept steht, aber ich passe immer an – wie ein Koch, der die perfekte Würze sucht: nicht zu leicht, nicht zu schwer, aber so, dass sie alle Bock auf mehr haben.
Die Moral der Truppe? Top!
Und ich? Müde, stolz und voller Hoffnung, dass wir morgen noch eine Schippe drauflegen können.













































































